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Im Erdinger Landratsamt werden Gesundheitsamt und Veterinäramt zu einer neuen Abteilung zusammengelegt.

Umbau der Erdinger Kreisverwaltung

Vebraucherschutz fusioniert

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Erding - Das am Landratsamt angesiedelten Gesundheits- und das Veterinäramt werden zu einer Behörde verschmolzen. An der Spitze dieser Verbraucherschutzabteilung steht eine neu eingestellte juristische Staatsbeamtin. Dies ist auch eine Reaktion auf jüngste Lebensmittelskandale.

Bis in die 90er Jahre waren das Gesundheits- und das Veterinäramt eigenständige Behörden des Freistaates. Danach gliederte sie der damalige Ministerpräsident Edmund Stoiber in die Landratsämter ein. Die Erdinger Kreisverwaltung zentralisiert nun den Verbraucherschutz, für den sie zuständig ist. Die beiden an der Bajuwarenstraße in Erding angesiedelten Ämter werden zu einer Abteilung zusammengelegt, die am 1. Januar 2017 ihre Arbeit aufnehmen wird. Das kündigte Landrat Martin Bayerstorfer gestern am Rande der Jahrespressekonferenz der CSU an.

Abteilungsleiter bleiben Dr. Dr. Heribert Stich (Gesundheit) und Dr. Armin Mannl (Veterinärwesen). Darüber wird eine zentrale Verwaltung aufgebaut, die von der neu angestellten juristischen Staatsbeamtin Domenica Wacker-Dassler geleitet wird. Sie hat ihre Arbeit bereits aufgenommen.

Bayerstorfer sagte, dass auf diese Weise Verbraucherschutz und Bürgersicherheit schlagkräftige würden. Im Ernstfall könne man schneller reagieren. Zudem hätten übergeordnete Behörden in all diesen Fragen einen Ansprechpartner. „Damit werden wir deutlich effizienter.“

In diesem Zusammenhang berichtete Stimmkreisabgeordnete und Verbraucherschutzministerin Ulrike Scharf von der CSU-Kabinettsklausur am Tegernsee: „Für die Lebensmittelkontrolle und -überwachung bleiben wie bisher die Landkreise zuständig.“ Im Erdinger Land sei die Behörde für 3000 bis 4000 Betriebe zuständig, darunter die gesamte Gastronomie, aber auch Supermärkte und Lebensmittel verarbeitende Firmen.

Darüber hinaus, so Scharf weiter, baue der Freistaat eine neue Behörde mit 70 Mitarbeitern auf. „Sie soll größere, international tätige Betriebe und solche mit erhöhtem Risikopotenzial kontrollieren“, so die Ministerin – und das von zwei Stellen aus. Die für Nordbayern befindet sich in Kulmbach. Für Oberbayern und Schwaben sei man noch auf der Suche nach einem geeigneten Standort.

Scharf begrüßte die Entscheidung der Erdinger Kreisverwaltung. Als Beispiel nannte sie die jüngsten Lebensmittelskandale etwa bei den Betrieben Bayern-Ei und Sieber-Wurstwaren. „Gesundheits- und Veterinäramt sind hier gleichermaßen gefordert.“

Für wie viele Großbetriebe im Landkreis die neue Behörde unter dem Dach des Landesamtes für Gesundheit (LGL) zuständig sein könnte, konnte die CSU-Politikerin noch nicht sagen. Klar sei nur, auch überregional werde es straffere Abläufe geben. Das gerade entstehende Amt wird laut Scharf für Kontrollen, Bescheide und Vollzug zuständig sein.

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