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Bernhard Konrad fehlen als Chef der Verkehrspolizei 18 Beamte. 

Unterdeckung bis zu 25 Prozent 

Polizei im Landkreis ist krass unterbesetzt

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Den Polizeiinspektionen im Landkreis fehlt Personal. Sie hätten zwar Anspruch auf mehr Beamte, bekommen aber keine. Einige Inspektionsleiter stehen trotzdem hinter Innenminister Joachim Herrmann. Oder trauen sich nichts zu sagen.

Landkreis Zwei Millionen Überstunden hat die bayerische Polizei inzwischen angehäuft. Der Grund: die „extreme Arbeitsbelastung“ der Beamten, wie der G 7-Gipfel in Elmau oder die anhaltende Terrorgefahr, so Innenminister Joachim Herrmann. Die Opposition kritisiert, dass die Polizei am Limit sei – auch im Landkreis Erding.

Eine SPD-Anfrage an den Landtag zeigt, dass die Inspektionen in Erding und Dorfen, am Flughafen sowie die Verkehrspolizei Freising unterbesetzt sind. Die aktuellen Mitarbeiterzahlen unterschreiten die Soll-Stärke, also ein festgelegte Zahl an Polizeibeamten, die bestimmte Aufgaben bewältigen sollen. Zum Teil fehlt fast ein Viertel an Personal. Innenminister Herrmann verspricht mehr Kräfte. Doch bis die Anwärter fertig sind, dauert es. Die Ausbildung erstreckt sich über dreieinhalb Jahre.

Die Verkehrspolizei Freising ist derzeit am schlechtesten dran: 83 Beamte sind dort eigentlich vorgesehen, allerdings kümmern sich dort nur 65 Beamte unter anderem um Unfälle auf der A 92 im Erdinger Landkreis. Die Dienststelle ist also nur zu rund 78 Prozent besetzt. VPI-Chef Bernhard Konrad sagt: „Ich würde mich über jeden Beamten mehr freuen. Es würde der Verkehrssicherheit einfach zugute kommen.“ Mit mehr Kollegen könnte Konrad mehr Geschwindigkeits- und Abstandsmessungen auf der Autobahn durchführen. Oder die Lastwagenfahrer öfter kontrollieren, ob sie beispielsweise zu viel Ware aufgeladen oder die Ruhezeiten eingehalten haben.

Der Chef der Erdinger Polizei, Anton Altmann, will sich nicht zur Personalsituation äußern. Aber manchmal sagen Zahlen mehr als Worte: Die Soll-Stärke liegt bei 90 Beamten, allerdings arbeiten dort nur 79. Es fehlen also elf Polizisten.

Andreas Diehm will sich zu den Überstunden in Dorfen nicht äußern. 

In Dorfen sieht es besser aus: Hier fehlen nur zwei Beamte. Statt 37 vorgesehenen arbeiten dort bisher 35 Polizisten. „Aber wir haben hier alles im Griff“, versichert Inspektionsleiter Andreas Diehm. Freilich hätten seine Mitarbeiter Überstunden angesammelt – aber wie viele? Das will Diehm nicht verraten. Er steht hinter dem Minister. Die Regierung habe in den vergangenen Jahren immer mehr Auszubildende eingestellt.

Kerstin Schaller, Leiterin der Flughafenpolizei, ist seit rund einem Monat im Amt. Sie stellt die Frage nach mehr Polizei auf eine philosophische Ebene: „Man muss sich fragen, wie viel Sicherheit braucht der Staat?“ Für ihre Dienststelle seien 224 Beamte vorgesehen, derzeit sind dort nur 194. Das reicht für Schaller bisher aus. In akuten Gefahrensituationen wie Spontan-Demonstrationen oder Flugzeugabstürzen brauche sie zwar Verstärkung. Aber da helfe man sich unter den Inspektionen aus. Manchmal würden etwa einige ihrer Kollegen in Ingolstadt oder Manching eingesetzt – ein kleiner Polizisten-Austausch also. „Dass man dennoch Überstunden abbaut, darauf muss man eben achten.“

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