Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - verschüttete Personen vermutet

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500 Euro per Scheck und 500 Euro in bar spendeten die Unternehmerfrauen im Handwerk für „Licht in die Herzen“, Leserhilfswerk des Erdinger/Dorfener Anzeiger. Das Geld nahm Redaktionsleiter Hans Moritz (M.) dankbar entgegen von (v. l.) Claudia Beil, Christine Gruber, Resi Hundschell, Claudia Wanderer, Christine Deischl und Gerlinde Sigl.  

Unternehmerfrauen im Handwerk 

Beil: Dieselverbot trifft die Kleinen

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Das Handwerk in Erding hat auch eine kräftige weibliche Stimme. Die Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) zogen jetzt Bilanz über ein veranstaltungsreiches Jahr.

Erding – Sie sind selbst Unternehmerinnen oder schmeißen den Laden im Hintergrund: 56 Mitglieder zählen die 2004 gegründeten Unternehmerfrauen im Handwerk. UFH-Vorsitzende seit der ersten Stunde ist Claudia Beil. Mit deutlichen Worten bezog sie zum drohenden Dieselverbot in München Stellung.

In der Jahreshauptversammlung am Montag in der AOK-Direktion erklärte Beil: „Sollte das Fahrverbot kommen, wird es in erster Linie die kleinen Leute, die einfachen Handwerksbetriebe treffen. Das ist nicht akzeptabel.“ Den Schwarzen Peter sieht sie bei der Industrie: „Ich erwarte von den Automobilherstellern, dass sie Lösungen finden.“

Die UFH sehen ihre Aufgabe nach den Worten Beils vor allem darin, „Netzwerke zu bilden, um Probleme gemeinsam zu lösen“. Dazu diente das reichhaltige Veranstaltungsprogramm, das sie und Schriftführerin Christine Gruber vorstellten.

Im Januar habe man sich in der Raiffeisenbank über Online-Banking und Digitalisierung im Zahlungsverkehr informiert. Im Februar sei der Handwerker-Ball in Lengdorf im Programm gestanden. Im März habe man sich am Stand des Landesverbands auf der Handwerksmesse in München beteiligt sowie einen Vortrag zum Thema „Mythos Mitarbeiter – Motivation, Vertrauen, Kommunikation“ organisiert. Im Mai habe man den Stand der Kreishandwerkerschaft bei den Erdinger Gewerbetagen besetzt.

Sehr erfolgreich sei die von den UFH Bayern und Niedersachsen initiierte Broschüre, um Sprachbarrieren von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung zu überwinden. „Wir haben sie schon über 10 000 Mal verteilt“, so Beil, die auch dem UFH-Landesvorstand angehört.

Gastgeber und AOK-Direktor Andreas Kochbeck machten auf die in diesem Jahr anstehenden Wahlen zum AOK-Beirat aufmerksam, dem auch Vertreter des Handwerks angehören. „Sie haben hier die Möglichkeit, die Arbeit der Kasse und das Gesundheitswesen vor Ort mitzugestalten“, warb Kochbeck. „Wir brauchen die Erfahrung aus der Wirtschaft.“

Kreishandwerksmeister Rudolf Waxenberger erinnerte an die Vollversammlung der Handwerkskammer an diesem Tag und berichtete, dass ein Nachfolger für den langjährigen Hauptgeschäftsführer Lothar Semper gewählt worden sei – dessen bisheriger Stellvertreter Frank Hüpers.

Erdings Oberbürgermeister Max Gotz lobte die Erdinger UFH, weil sie „ein funktionierende Netzwerk“ darstellten. Es sei eine sehr gute Plattform, auf der sich die Mitglieder gegenseitig unterstützten. Die Wohnungsnot berühre auch das Handwerk.

Dabei brachte Gotz erneut das Wohnheim für Azubis ins Gespräch. Er appellierte an die Unternehmerfrauen, das Projekt als Beitrag gegen den Ausbildungs- und Fachkräftemangel mit zu unterstützen. Den Grund dafür könne die Stadt bereitstellen. Ihm schweben 15 bis 17 Apartments vor, die Firmen erwerben könnten.

Zum Abschluss übergaben die Mitglieder einen Scheck über 500 Euro für Licht in die Herzen, Leserhilfswerk der Heimatzeitung. Im Anschluss gingen weitere 500 Euro in bar ein. Sie fließen an bedürftige Menschen im Landkreis Erding. Schatzmeisterin Claudia Wanderer erklärte, dass man jedes Jahr eine Organisation unterstütze und seit der Gründung stolze 4500 Euro gespendet habe.

Von Hans Moritz

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