ÖDP unterstützt Elternproteste gegen Bildungssparkurs

Erding - Die ÖDP im Landkreis unterstützt die Elternbeiräte der Erdinger Gymnasien bei ihrem Protest gegen den Sparkurs im Bildungswesen.

„Bildung ist der wichtigste Rohstoff, den Bayern zu bieten hat“, so Wolfgang Reiter, Mitglied des ÖDP-Kreisvorstands. Reiter kritisierte, dass zwar an der Bildung der Kinder gespart werde, CSU und FDP aber gleichzeitig Millionensummen für Straßenbau, Olympische Spiele und andere Prestigeobjekte vorgesehen hätten.

Konkret fordert die ÖDP von Kultusminister Ludwig Spaenle, sein Versprechen einzuhalten, pro Jahr 1000 neue Lehrerstellen zu schaffen, um endlich kleinere Lerngruppen zu ermöglichen und eine optimale Förderung und Betreuung sicherzustellen. Auch die Aussage von Finanzminister Georg Fahrenschon vom Juli dieses Jahres, Bildung sei unser höchstes Gut, und die Politik sei dazu da, die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen, „kann vor dem Hintergrund einer solchen Kahlschlagpolitik im Bildungswesen nur als Farce gesehen werden“. Immer noch seien Klassen mit mehr als 30 Schülern der Normalfall. Auch durch den Wegfall des doppelten Abiturjahrgangs sei keine Besserung in Sicht, da immer mehr Kinder auf die Gymnasien drängten.

„Fassungslos“, so Reiter, steht die ÖDP auch dem Plan gegenüber, die Anfangsgehälter für Lehrer zu kürzen. Eine weitere Absenkung des Einstiegsgehalts würde Bewerber abschrecken, so dass diese den Weg in die freie Wirtschaft suchten.

Reiter rief den CSU-Heimatabgeordneten Jakob Schwimmer dazu auf, dem Bildungssparpaket der Staatsregierung im Landtag die Zustimmung zu verweigern. (red)

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