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Aus den Schlagzeilen soll die Notaufnahme des Klinikums.

Klinikum Erding: Unzufriedene Mitarbeiter: Nach 13 Jahren steht proMed vor dem Aus

Bayerstorfer will Krankenhaus-Tochter auflösen

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Landrat Martin Bayerstorfer will für mehr Mitarbeiterzufriedenheit am Klinikum Erding sorgen. Dies kündigte er in der CSU-Jahrespressekonferenz an und bezog sich dabei auf die Berichterstattung im Erdinger/Dorfener Anzeiger über den Personalmangel und den Frust in der Notaufnahme. Das ist der Plan: 

Erding - Bayerstorfer  und CSU-Fraktionschef Thomas Bauer kündigten zwei Initiativen an. „Wir fordern vom Vorstand des Klinikums ein, dass er in der Notaufnahme mehr Personal einstellt.“ Auf die Frage, woher das kommen soll, antwortete Bayerstorfer: „Zum einen aus anderen Abteilungen, zum anderen durch Neueinstellungen.“ Aus dem aktuellen Abschlussjahrgang der Krankenpflegeschule haben sich zwei junge Kräfte für die Notaufnahme beworben.

Spektakulärer ist das zweite Ansinnen. Bayerstorfer, der auch Verwaltungsratschef des Kommunalunternehmens ist, erwägt, die 2005 gegründete Klinikums-Tochtergesellschaft proMed aufzulösen und die Betroffenen direkt anzustellen. „Ich bin dazu bereit, wenn das zu mehr Mitarbeiterzufriedenheit beiträgt.“ Bei der proMed sind rund 80 Kräfte angestellt, allerdings außerhalb des Tarifvertrags des öffentlichen Dienstes (TVöD). Zum Teil werden diese Mitarbeiter schlechter bezahlt. Die Zusatzversorgung, so Bayerstorfer, erfolgt über einen privaten Anbieter.

Erneut betonte er, über die Schieflage nicht informiert worden zu sein. Dafür sei das Haus insgesamt auf einem guten Weg. „Nachdem 2017 das eingeplante Defizit von 1,7 auf 4,2 Millionen unerwartet gestiegen ist, sieht es heuer danach aus, als ob wir die 2,4 Millionen Euro Minus aus dem Wirtschaftsplan auch erreichen.“ Ziel sei mittelfristig die Schwarze Null,

Im ersten Halbjahr seien in Erding und Dorfen knapp 8400 Patienten stationär behandelt worden, 195 oder 2,4 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2017. Allerdings hatte Bayerstorfer, als der Kreistag den Vorstand in seinen Machtbefugnissen deutlich beschnitten hatte, erklärt, er rechne 2018 mit acht Prozent mehr Patienten. Dazu erklärte er jetzt nur, sehr gut entwickle sich nach der halbjährigen Schließung des Kreißsaals die Geburtenabteilung. 364 Babys seien es bislang, 600 bis Jahresende seien realistisch. „Das wäre ein großer Schub“, so der Parteichef.

Im Klinikum wird seinen Angaben zufolge laufend Personal eingestellt. Zu Jahresbeginn seien es 871 Mitarbeiter gewesen, ein halbes Jahr später 889, darunter ein Ärztlicher Leiter Notaufnahme.

Klinikum und Landkreis halten am Ziel fest, das Personalwohngebäude nach der Brandschutzsanierung möglichst rasch vollständig Pflegekräften zur Verfügung zu stellen. Einen Schub erwartet man sich, wenn im Herbst das Bildungszentrum für Gesundheitsberufe neben Klinikum und Ärztezentrum in Betrieb geht.

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