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Neue Führung beim VdK-Kreisverband: Hermann Bredenkamp (r.) und Bernd Schabenberger (M.) wurden am vergangenen Samstag einstimmig gewählt und verabschiedeten Rudi Ways.

VdD-Kreisverband

Rudi Ways macht einem Jüngeren Platz

Nun wurde als Nachfolger für den Kreisvorsitzenden Rudi Ways der jüngere Taufkirchener Ortsverbandschef Hermann Bredenkamp gewählt. Ways freut sich ersichtlich über die Neubesetzung.

Erding – Zäsur beim Kreisverband des VdK: Rudi Ways ist beim Kreisverbandstag im Gasthaus Zur Post in Erding nicht wieder angetreten. Neuer Kreisvorsitzender wurde der Taufkirchener Ortsverbandschef Hermann Bredenkamp, und Ways freute sich sichtlich, dass ein jüngerer Nachfolger gefunden wurde.

Der 49-jährige war überdies bereits Beisitzer im Kreisvorstand und nannte nach seiner Wahl die Erhaltung des sozialen Friedens als eine wesentliche Aufgabe für die Zukunft. Ways machte persönliche Gründe für seinen Rückzug aus dem Amt geltend. „In meinem Alter muss man an die kurze Zeit denken, die einem noch zur Verfügung steht“, sagte der frühere Bürgermeister von Moosinning und noch aktive SPD-Kreisrat.

44 Jahre sei er in verschiedenen Vereinen und Verbänden ehrenamtlich tätig gewesen und wolle jetzt einfach kürzer treten. Der 74-Jährige bleibt aber vorerst Vorsitzender im Ortsverband Moosinning. Stellvertretender Kreisvorsitzender bleibt Bernd Schabenberger (Erding). Neue Schriftführerin ist Susanne Rypalla (Erding), die Ine Schatz-Reiser nachfolgt.

In seinem Grußwort nannte Landrat Martin Bayerstorfer den VdK eine „riesige, wuchtige Vertretung“ für jene Menschen, die sonst wenige Fürsprecher hätten. „Günstiger kann man eine solche Vertretung nicht bekommen“, warb er und wandte sich dann an den scheidenden Kreisvorsitzenden: Dieser sei „nicht auf Konfrontation aus“ gewesen.

Stellvertretender Landesvorsitzender Achim Werner nannte es „eines der großen Geheimnisse des VdK“, dass dieser für die fast 700 000 Mitglieder in Bayern eine kompetente Beratung bereitstelle. „Man muss die Fortschritte, die gemacht wurden, anerkennen“, kommentierte er den Koalitionsvertrag in Berlin, auf den der VdK Einfluss genommen habe. „Der VdK wird da auch nicht locker lassen“, sagte er zu den noch offenen Fragen und warb: „Wir haben keine Aufnahmesperre, wir sind schon noch aufnahmefähig.“

Drei Mal pro Jahr fanden Infoveranstaltungen reihum in allen 14 Ortsverbänden statt, und das soll beibehalten werden. Lobbyarbeit in der Politik führt der Kreisverband mit Bildungsfahrten in Bundes- und Landtag weiter und hielt auch eine Podiumsdiskussion mit den Bundestagskandidaten ab. Das ging aus dem Bericht von Ways hervor. Kreiskassier Matthias Kehm musste ein Minus von gut 10 000 Euro melden, was der 70-Jahr-Feier und der Chronik geschuldet sei.

Kreisgeschäftsführer Thomas Bajcar berichtete, dass von 2015 bis 2018 über 8000 Beratungen stattgefunden haben. 1800 Anträge wurden gestellt, 500 Widersprüche und 100 Klagen erhoben. Rund 44 Prozent aller Anträge hatten sofort Erfolg, zwölf Prozent seien teilweise erfolgreich. „Wenn wir merken, dass etwas geht, dann probieren wir das auch.“ Von 2010 stiegen die Mitgliederzahlen von 4900 auf jetzt 5650, was den Kreisverband auf Platz fünf in Oberbayern bringt. klk

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