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Die Schulsanitäterinnen der Mädchenrealschule Heilig Blut (hinten, v. l.): Anna Oberschätzl, Carina Städler, Christina Hausner und Lisa-Marie Lex; (vorne, v. l.) Ramona Springer und Natalie Speckmair.

Leistungsvergleich der Schulsanitäter 

Verletzungen vorbildlich versorgt

Erding – Gleich mehrere Verletzte waren in der Herzog-Tassilo-Realschule (HTR) Erding zu versorgen. Beim genaueren Hinsehen wurde schnell klar, dass es sich lediglich um Kunstblut und geschminkte Wunden handelte. In der Realschule wurde Erste Hilfe an diesem Tag groß geschrieben. Junge Ersthelfer aus ganz Oberbayern-Ost hatten sich anlässlich des 19. Leistungsvergleichs für Schulsanitäter in der Schulturnhalle getroffen, um gegeneinander anzutreten.

Als amtierender Sieger und Gastgeber durfte die HTR nicht teilnehmen. „Das wäre ja unfair, weil sie die Aufgaben schon kennen. Ziel des Wettbewerbs ist es, den Schulsanitätern die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und sich mit anderen Schulen zu vergleichen“, erklärte Organisator Josef Leitner.

In fünf Disziplinen, verteilt auf sieben Stationen, traten die 19 Teams gegeneinander an. „Dabei steht die Praxis im Vordergrund“, so Leitner. Egal, ob Schnitt- und Platzwunden, Sonnenstich oder eine eingetretene Scherbe – alles ist mit Kunstblut und Verbänden realitätsgetreu nachgestellt und anschließend möglichst fachgerecht behandelt worden. Außerdem galt es, einen automatischen externen Defibrillator anzuwenden und einen Verletzten sicher auf einer Rettungstrage zu transportieren.

Das theoretische Wissen wurde anhand von Fragebögen und einem Video abgefragt. Die Schulsanitäter der HTR, von denen einige schon für das Rote Kreuz tätig sind oder zusätzlich eine Sanitäterausbildung durchlaufen, bewerteten die Teams. „Besonders wichtig ist es mir bei solchen Veranstaltungen, den Kindern den sozialen Aspekt der Arbeit als Ersthelfer näher zu bringen“ sagte Leitner.

Am meisten Punkte erzielte das Team der Anton-Heilingbrunner-Realschule Wasserburg und belegte den ersten Platz. Zweiter wurde die Maria-Ward-Realschule Altötting. Beide sicherten sich damit das Ticket für den Landeswettbewerb in Gauting.

Die Schulsanitäterinnen der Mädchenrealschule Heilig Blut in Erding belegten einen guten achten Platz. Ramona Springer und Christina Hausner sind seit der siebten Klasse Schulsanitäterinnen – „vor allem aus Freude an der Arbeit“, wie sie erzählen. Beide engagieren sich außerdem bei der Freiwilligen Feuerwehr Altenerding. So sei es möglich, ihr Wissen vielseitig einzusetzen, sagen sie: „Nach der Schule wollen wir auf jeden Fall weiter ehrenamtlich als Ersthelfer bei der Feuerwehr bleiben und vielleicht sogar hauptberuflich in diesem Feld tätig werden.“ Der Leistungsvergleich dient also auch als Motivationsschub für die Ersthelfer von morgen.

Von Nina Bauer

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