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Die Ausbildungswerkstatt wird bis voraussichtlich 2021 in Betrieb sein. Ein neuer Jahrgang wurde genehmigt.

Weiterer Jahrgang in der Fliegerhorst.Lehrwerkstatt – Verhaltene Freude

Verteidigungsministerium: Ausbildung bis 2021

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Erding - Im Herbst dieses Jahres kann wider Erwarten ein weiterer Jahrgang an der Ausbildungswerkstatt im Fliegerhorst starten.

Bis zu 38 junge Männer und Frauen können sich zu Fluggerätemechanikern Instandhaltungstechnik und Triebwerkstechnik oder zu Elektronikern für Geräte und Systeme ausbilden lassen. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Die Lehrlinge wären 2021 fertig – das Jahr, in dem der Fliegerhorst nach den Plänen des Bundesverteidigungsministeriums ganz geschlossen wird.

Die Nachricht hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Ewald Schurer von Verteidigungsstaatssekretär Gerd Hoofe erhalten. Die Entscheidung sei kurz vor Weihnachten gefallen. Über die Zusage ist Schurer hoch erfreut, hat er sich doch immer für die Ausbildungswerkstatt eingesetzt.

Vor Ort jedoch herrscht nicht nur Zustimmung, zumal die Kommunikation alles andere als optimal gelaufen sein dürfte. Die Nachricht erfuhren sowohl die Ausbildungswerkstatt als auch Oberst Markus Alder, Kommandeur des Waffensystemunterstützungszentrums 1, erst aus Schurers Pressemitteilung. Sie hatte niemand informiert.

Wer 2017 im Fliegerhorst eine Ausbildung antritt, muss wissen, dass er in Erding keine berufliche Zukunft haben dürfte. Er könnte dann mit der Luftwaffe etwa nach Manching oder an einen anderen Standort umziehen.

Gescheitert sind nach Informationen unserer Zeitung bislang auch alle Versuche, die Ausbildungswerkstatt an einen zivilen Träger zu übergeben. Dazu gab es vielfältige Gespräche, in die sich auch die politische Spitze von Stadt und Landkreis eingeschaltet hatte. Allerdings hat die Industrie, darunter am Flughafen München ansässige Airlines, unisono abgewunken. Die Geschichte der Vorzeige-Lehrwerkstatt dürfte 2021 damit definitiv zu Ende sein.

Warum in Erding trotz bevorstehender Schließung weiter ausgebildet wird, hat politische Gründe. Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) will die Zahl der Ausbildungsplätze in der Bundeswehr stabil halten. Wo und ob die Gesellen danach unterkommen, ist eine andere Frage. Die Truppe wird bekanntlich laufend kleiner.

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