Thomas und Julian Wittmann machten sich mit Lederhose und wenig Gepäck auf die Reise durch die USA. Auf Mopeds. In der VHS berichteten sie nun von ihrem Abenteuer.
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Grenzenlose Freiheit: Auch das Monument Valley stand auf dem Tourplan der Zündapp-Buam, Julian und Thomas Wittmann. 

Mit 40 km/h in Richtung Las Vegas

Zündapp-Buam Thomas und Julian Wittmann in der VHS über ihren Ausflug in die Freiheit

  • vonRedaktion Erding
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Thomas und Julian Wittmann machten sich mit Lederhose und wenig Gepäck auf die Reise durch die USA. Auf Mopeds. In der VHS berichteten sie nun von ihrem Abenteuer.

Erding – Ein wenig sieht es aus wie auf dem Campingplatz. Zelt, Luftmatratzen, Thermoskanne und Gaskocher liegen quer auf der VHS-Bühne. Im Saal sammeln sich immer mehr Besucher, die alle zu den Wittmann-Brüdern Thomas und Julian wollen. Am Sonntagabend waren sie zu Gast in der Erdinger Volkshochschule, um über ihre legendäre Reise auf ihren zwei Zündapps, Jahrgang 68 und 69, nach Amerika zu berichten.

Humorvoll und locker erzählten sie von der Idee, der Planung und freilich ihrem ganz besonderen Trip. Beide, jeweils nur mit Lederhose und minimalen Gepäck, das in ihrem selbst konstruierten Anhänger verstaut wurde, der überwiegend für Ersatzteile der Mopeds gedacht war. Mit der Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h fuhren sie gen Westen, in Antwerpen stiegen sie um auf ein Containerschiff für die Überfahrt in die USA. Nach zwei Wochen standen sie staunend mit ihren Mopeds auf dem Times-Square, musizierten in ihrer Tracht in Nashville, tuckerten mit Vollgas durch die Steppen-Wüste, durchquerten das gewaltige Monument Valley und erreichten nach strapaziösen, aber erlebnisreichen Wochen ihr Ziel, die Spielerstadt Las Vegas. Mit Bildern und Videos konnten die Gäste in das Abenteuer auf der „Suche nach Freiheit“ eintauchen. Zusätzlich begeisterte Julian Wittmann mit einem selbst komponiertem Song auf seiner Gitarre.

Die Brüder wurden auf der Reise von einem Kamerateam begleitet, das Tag und Nacht bereit war, die Abenteuer im Bild festzuhalten: seltsame Begegnungen, sprachliches Durcheinander, Herzlichkeit und Aggression, Heimatliebe und Fernweh, unmittelbar und mitreißend dokumentiert. Die Freiheitssuche zweier junger Männer, die sich auf die Suche nach dem großen Reichtum machen und dabei das tun, wovon sie und vielleicht jeder von uns immer geträumt hat.

Der entstandene Film mit dem Titel „A Trip to the Strip“ läuft im Herbst 2020 in den Kinos. Die Besucher des gelungenen Vortrags in der VHS versprachen alle: „Da gehen wir hin!“

red

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