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Alleebäume: schön, zum Teil aber ein Risiko. 

Anfrage an Umweltministerin 

Fällaktion: BN schaltet Scharf ein

Erding – Die vom Landkreis geplante Fällaktion von Bäumen entlang der Kreisstraßen bleibt in der Kritik. Jetzt hat sich der Bund Naturschutz, Kreisgruppe Erding, an Umweltministerin und Stimmkreisabgeordnete Ulrike Scharf (CSU) gewandt. Ziel des BN: die Aktion verhindern beziehungsweise auf ein Mindestmaß reduzieren.

„Da die Alleen an Landstraßen neben ihrem ökologischen Wert gerade für den Landkreis Erding einen hohen Wert für das typische Landschaftsbild haben, sind wir sehr besorgt, dass über das notwendige Maß hinaus prächtige und prägende Bäume gefällt werden sollen“, schreibt BN-Kreisgeschäftsführer Manfred Drobny. Er appelliert an Scharf, den BN beim Erhalt der Bäume zu unterstützen.

Die Kreisgruppe hat Scharf eine Reihe von Fragen übermittelt: So will Drobny wissen, ob es eine Anweisung des Innenministeriums an die Landratsämter gebe, die überdie übliche Verkehrssicherungspflicht hinausgehe. Weiter fragt der BN, welche Bäume aus welchen Gründen gefällt werden sollen, und ob auch passive Sicherheitsvorkehrungen wie Leitplanken und Temporeduzierungen geprüft würden. Weiter interessiert ihn, wie der ökologische Ausgleich bewerkstelligt werde und ob die Vorgaben der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung eingehalten worden seien.

Noch ist offen, wo das Landratsamt wie viele Bäume fällen wird. Die Bestandserhebung fand Ende vorigen Jahres statt.

ham

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