Viele erste Preise und ein gelassener Pianist

Erding - Volles Haus war am Samstag in der Kreismusikschule (KMS) Erding. Turnusgemäß fand dort der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ statt.

„Es ist gut gelaufen“ - diese positive Bilanz zog der Erdinger Kreismusikschulleiter Bernd Scheumaier am Ende eines langen Tages zum Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“, der turnusgemäß alle zwei Jahre in der KMS stattfindet. Für die 200 Mitwirkenden aus den Landkreisen Erding und Freising mit ihren Begleitpersonen, den Jurymitgliedern, Lehrkräften, dem Bewirtungs- und Betreuungsteam war der Samstag ein intensives Musikereignis, bei dem viele Kräfte gebündelt wurden.

Die Konzerte waren öffentlich, und so hatte man die Gelegenheit, das engagierte Musizieren der jungen Leute, solistisch und im Ensemble, auf verschiedensten Instrumenten zu erleben. Da wurden viele Daumen gedrückt. Manche Wettbewerbsteilnehmer hatten einen richtigen Fanclub mitgebracht, der nach den Darbietungen begeistert applaudierte.

In der Aula herrschte reges Treiben. Dort konnte man sich stärken und die Tafel mit den Wettbewerbsergebnissen im Auge behalten. Für den neunjährigen Paul Brüllmann aus Dorfen und die achtjährige Carolina Krompaß als Lohkirchen bei Fraunberg hieß es früh aufstehen. Sie traten in der jüngsten Altersgruppe in einem besonderen Duo an, das es nicht so häufig gibt: Klavier und Horn. Das Wertungsspiel fand bei Wettbewerbsbeginn gleich um neun Uhr morgens statt. Ihre beiden Lehrer Johannes Rothenaicher (Horn) und Dieter Knirsch (Klavier) waren unter den Zuhörern. Knirsch hatte für die Zwei extra eine Komposition geschrieben, weil es für diese Instrumentenkombination wenig passende Musikliteratur gibt. Das zweite Stück war eine Bearbeitung der berühmten Air von Johann Sebastian Bach. „Wir haben einfach losgespielt“, sagte Paul schmunzelnd nach dem erfolgreichen Spiel. Auf die Frage, wie es den beiden dabei ging, meinte Carolina kurz und knapp: „Gut!“ Dieses Gefühl sollte sie nicht trügen. Das Duo freute sich über einen ersten Preis. Eine Weiterleitung zum Landeswettbewerb wird in der jüngsten Altersgruppe noch nicht vergeben.

Besonders stark vertreten waren die Violinsolisten und Gitarrenensembles sowie Akkordeon. Hier gab es einige erste Preise mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb nach Regensburg. Viele nutzten die Gelegenheit, um sich nach dem Vorspiel im Jurygespräch über die Bewertungskriterien zu informieren. Manche machten dabei die Erfahrung, dass es ein Unterschied sein kann, ob man im Wettbewerb sehr hoch punktet oder auf der Bühne mit persönlicher Ausstrahlung das Publikum begeistert. Im Idealfall ging beides zusammen.

Auf jeden Fall konnte man fachliche Tipps mit nach Hause nehmen und auf die wertvolle Vorbereitungszeit mit engagierten Lehrkräften zurückblicken, in die viel Freizeit investiert worden war.

(vev)

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