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Kleine Feierstunde: Mit seinen Mitstreitern stellte sich der AGA-Vorstand (ab 3. v. l.) mit Schriftführerin Susanna Nadler, der Vorsitzenden Maria Brand, Schatzmeisterin Sabine Prinz und der 2. Vorsitzenden Beate Marx-Götz zum Gruppenbild. Nicht auf dem Foto: stv. Vorsitzender Tillmann Starkloff.

Aktionsgruppe Asyl

Viele Vorteile als gemeinnütziger Verein

Erding – Die Aktionsgruppe Asyl Erding ist jetzt ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seine Vorsitzende ist Maria Brand, die schon der AGA als Sprecherin ein Gesicht gegeben hat.

Bei einem kleinen Umtrunk im Jugend- und Kulturhaus Sonic hat die Aktionsgruppe Asyl (AGA) auf ihre Gemeinnützigkeit und Vereinsgründung angestoßen: „So lange, wie wir uns gegründet haben, müssen wir das feiern“, sagte Vorsitzende Maria Brand schmunzelnd. Die AGA habe eine Satzung erarbeitet, „mit der wir gut leben können“. In der Präambel heißt es: „AGA hat zum Ziel, Asylbewerber und Flüchtlinge in Erding und im Landkreis personell, materiell und ideell zu unterstützen und ihre langfristige und nachhaltige Integration zu fördern. Ebenso sollen nicht anerkannte Asylbewerber bis zur Ausreise begleitet werden.“ Ein Vorteil des gemeinnützigen Vereins: Nun kann die AGA Spendenquittungen ausstellen und ist von Ertrag- und Vermögenssteuern befreit.

Die aktuelle Führungsriege besteht aus den drei Vorsitzenden Maria Brand, Beate Marx-Götz, Tillmann Starkloff, Schatzmeisterin Sabine Prinz sowie Schriftführerin und Webmasterin Susanna Nadler. Sie alle haben einen „sehr praxisnahen Bezug zur Flüchtlingsarbeit“, betonte Brand. Die 69-Jährige wies darauf hin, dass die Ehrenamtlichen einen Großteil der Aufgaben zu übernehmen hätten, die in anderen Landkreisen von Sozialarbeitern und -pädagogen der Wohlfahrtsverbände mit den Helferkreisen geleistet würden.

Während im Sommer 2014 im Landkreis 350 Asylsuchende und anerkannte Flüchtlinge in zehn Unterkünften lebten, sei es 2015 zu einer Verzehnfachung dieser Zahlen gekommen: rund 1400 geflüchtete Menschen in mehr als 100 dezentralen Unterkünften. Zwar habe sich die Zahl der Helfer ebenfalls erhöht, „jedoch in der Stadt Erding im Verhältnis zu den Landkreisgemeinden nur unzureichend“, so Brand.

Derzeit hat die AGA 21 Mitglieder und rund 200 Helfer. Mitglied können Einzelpersonen oder Helfergruppen im Landkreis werden. Die Vorteile der Mitgliedschaft: Beratung der Helfergruppen bei asylrechtlichen Fragen durch amnesty international, Schulungen und regelmäßige Informationen über gesetzliche Neuerungen. Auch Info-Material werde Ehrenamtlichen und Flüchtlingen bereitgestellt. Zudem könne man auf die interne Informationsplattform der AGA-Webseite zugreifen.

Über den Verein können gemeinsame Veranstaltungen für Helfergruppen oder Flüchtlingsunterkünfte organisiert und Informationsabende initiiert werden. Auch seien die Ehrenamtlichen über den Verein versichert. Die AGA könne aus den Spendeneinnahmen des Vereins für die Helfergruppen finanzielle Hilfestellung geben und sei bei landkreisübergreifenden Problemstellungen vernetzt, um gemeinsame Lösungsansätze zu erarbeiten. Es wird kein Mitgliedsbeitrag erhoben.

In der AGA mit den angeschlossenen Helferkreisen werden in Erding derzeit 21 Unterkünfte mit 75 Helfern und etwa 300 Flüchtlingen betreut. 19 Unterkünfte mit zehn Helferkreisen (rund 150 Ehrenamtliche) sind es auf dem Land: in Grucking, Buch am Buchrain, Winkl, Eittingermoos, Emling/Bockhorn und Wartenberg (sechs Unterkünfte) sowie je zwei Unterkünfte in Ottenhofen, Moosinning, Langenpreising und Forstern. Weitere Infos: www.aktionsgruppe-asyl.de.

Vroni Vogel

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