Langengeislinger Nest

Vier Jungstörche verendet

Langengeisling – Gleich fünf junge Störche wurden heuer in Langengeisling gesichtet – im Nest auf dem Kamin des Gasthauses Pfanzelt (wir berichteten). Doch die Freude darüber währte nur kurz. Mittlerweile sind vier von ihnen verendet.

Das regennasse und kalte Wetter zu Beginn der vergangenen Woche hat wohl dafür gesorgt, dass die Vögel nicht mehr ausreichend mit Futter versorgt wurden. Sie sind wohl verhungert. Davon geht Oda Wieding aus. Sie ist Projektleiterin Weißstorch beim Landesbund für Vogelschutz und erklärt: „Im Alter von vier bis fünf Wochen sind die Jungstörche halbstark und so groß wie Hühner.“ Dies sei die Hauptwachstumsphase. „Da müssten beide Altstörche fliegen, um ihre Jungen ausreichend mit Futter zu versorgen.“ Bei Regen bleibe aber ein Altstorch meist im Nest, weil er seine Jungen vor Nässe und Kälte schützen wolle. „Das gelingt aber nicht immer“, sagt Wieding: „Nasskalt ist ungut.“ Der Regen gehe durch das Flaumgefieder bis auf die Haut. Das Deckgefieder bei Jungstörchen kommt laut Wieding erst nach sechs bis sieben Wochen.

Es kommt regelmäßig vor, dass von geschlüpften Vögeln nicht alle flügge werden. Die toten Jungstörche liegen noch im Nest, sie werden dort nach und nach verrotten. Wieding: „Es ist nicht schön, aber man muss nicht eingreifen.“

Neben Langengeisling gibt es in Dorfen, Sonnendorf und Eitting Storchennester.

zie

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