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Kammermusikalisches Miteinander im Wiener Konzerthaus: Die 28 Musiker des Jugendkammerorchesters Violinissimo im Vordergrund zusammen mit dem großen internationalen Chor.

Auftritt in Wien

Violinissimo begeistert erneut die Wiener

Nach dem fulminanten Erfolg im vergangenen Jahr bekam das Jugendkammerorchester Violinissimo erneut die Einladung, im Wiener Konzerthaus aufzutreten. Erneut belohnten die rund 2000 Zuhörer die jungen Musiker aus Erding mit frenetischem Applaus.

Erding/WienDas Konzerthaus in Wien mit seinen goldenen Stuckarbeiten, dem edlen roten Interieur, den glitzernden Lüstern und der phänomenalen Akustik war wieder gut gefüllt, als die jungenMusiker von Violinissimo die Bühne betraten. Rund 2000 Zuschauer drückten ihre Begeisterung in rhythmischen Klatschsalven und Bravorufen aus, denn das preisgekrönte Ensemble beeindruckte im ersten Konzertteil mit einem Feuerwerk an Gefühlen. Die Ouvertüre aus einer Oper von Gluck erzählte von Hingabe, Auflehnung und Opferbereitschaft. Die ersten Takte legten einen mystischen Schatten in die Saalkuppel. Dieser wurde erst durch das unnachgiebige Fordern der Götter vertrieben, musikalisch umgesetzt durch ein voluminöses Staccato des 28 Musiker umfassenden Orchesters, das vom ersten Moment an das Publikum in seinen Bann zog.

Besonders ergreifend war die Interpretation von Astor Piazzollas Oblivion. Mit wunderbar sehnsuchtsvollem, wehmütigem Geigenton gelang es der Solistin Sandra Rieger zusammen mit dem sensibel agierenden Orchester eine entrückte Stimmung in den Saal zu zaubern, die nach dem längst verklungenem letzten Ton nur durch das Geraschel der Taschentuchpackungen gelöst wurde.

Musik öffnet Herzen, das konnte man bei diesem Konzert spüren. Das Jugendkammerorchester ließ das Publikum aber nicht lange zu Atem kommen, denn eine rasante, emotionsgeladene Tangofolge, teilweise unterstützt durch die Akkordeonistin Michaela Bauer, forderte das Publikum auf, ganz genau hinzuhören. Mit Virtuosität und Temperament, sattem Streicherklang und charmant neckischem Flirten mit den Zuschauern ließen die jungen Erdinger alle Energien frei und ernteten damit donnernden Applaus und viel positives Feedback in der Konzertpause.

Das Wiedersehen mit den Stars der Tangomusik Martin Palmeri, Saul Zaks, Pablo Mainetti und der bezaubernden Sopranistin Carla Filipcic Holm inspirierte Violinissimo zu einer besonders ausdrucksvollen Interpretation der „Misa a Buenos Aires“.

Trotz großer Besetzung des Chores – bestehend aus argentinischen, französischen, dänischen und österreichischen Sängern – gelang es den Musikern, ein fast kammermusikalisches Miteinander auf der Bühne stattfinden zu lassen. Die Freude am gemeinsamen Musizieren konnte man jedem einzelnen an Gesicht ablesen.

Schon am darauffolgenden Morgen beim gemeinsamen Frühstück im Hotel wurde Ulli Büsel, der künstlerischen Leiterin und Organisatorin des Jugendkammerorchesters, vom Veranstalter und dem Komponisten eine neue Auftrittsmöglichkeit im Wiener Konzerthaus für das Jahr 2019 offeriert. Zunächst jedoch freuen sich die jungen Musiker auf das Konzert in der Erdinger Stadthalle am 22. April, bei dem nicht nur das Wiener Programm und einige andere klassische Schmankerl, sondern im zweiten Teil auch ein Auftritt mit der Balkanpop Band „edel stoff“ geplant ist. red

Karten für das Konzert

in der Stadthalle gibt es über die Homepage www.violinissimo-erding.de oder direkt in der Stadthalle sowie unter Tel. (0 81 22)  99 07 12.

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