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Erdinger Jugendkammerorchester begeistert knapp 2000 Zuhörer im Konzerthaus

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Von: Gabi Zierz

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Welch prächtiger Saal: Im Wiener Konzerthaus musizierte das Erdinger Jugendkammerorchester Violinissimo mit großem Chor unter der Leitung des Dirigenten Saul Zaks.
Welch prächtiger Saal: Im Wiener Konzerthaus musizierte das Erdinger Jugendkammerorchester Violinissimo mit großem Chor unter der Leitung des Dirigenten Saul Zaks. © Manzano Images

Großer Auftritt für Violinissimo: Das Erdinger Jugendkammerorchester spielte bei einem internationalen Konzert in Wien.

Erding/Wien – Vor knapp 2000 Zuhörern erlebten die Musiker ein emotionales Wiedersehen mit dem Dirigenten Saul Zaks, dem Komponisten Martin Palmeri und dem Solisten am Bandoneon, Pablo Mainetti. Seit 2017 musizieren alle zusammen beinahe jährlich im imposanten Großen Saal des Wiener Konzerthauses.

Dass sich nicht nur die Erdinger auf das Projekt gefreut hatten, zeigten die ersten Worte, die der Dirigent bei der Generalprobe an das Orchester richtete: „Endlich bin ich wieder mit meiner Familie zusammen.“ Das meinte er natürlich musikalisch und war auch deshalb so berührt, weil dieselbe Veranstaltung genau vor einem Jahr wegen des Lockdowns in Österreich kurzfristig abgesagt werden musste.

Der Hauptteil der Probenarbeit fand in Erding unter der Leitung von Ulli Büsel statt. Das gut vorbereitete Ensemble traf dann bei der Generalprobe im Konzerthaus auf neun internationale Chöre, die vorab in Wien zusammengeführt worden waren. „Es war ein monumentales Erlebnis, den 150-stimmigen Chor mit dem Jugendkammerorchester das erste Mal zusammen zu hören“, erzählt Büsel.

Diesmal gab es auch eine Überraschung für das Publikum. Es durfte bei der Weltpremiere des „Salve Regina“ dabei sein, das Martin Palmeri für Saul Zaks komponiert hatte. Danach hatte das Kammerensemble seinen großen Auftritt. Mit Wolfgang Amadeus Mozarts 3. Salzburger Sinfonie bezauberte es das Wiener Publikum, ermunterte es bei Sarasates „Zigeunerweisen“ mit Clara Büsel als Solistin zu Jubelrufen und großem Applaus und entließen es mit den „Griechischen Tänzen“ von Skalkottas gut gelaunt in die Pause.

Im zweiten Teil schwelgte das Publikum in den Tangomelodien der „Misa A Buenos Aires“ von Palmeri. Obwohl die Erdinger dieses Werk zum wiederholten Male auf der großen Bühne spielten, waren Hingabe, Streicherklang und die Lust des gemeinsamen Atmens mit dem Chor mindestens genauso leidenschaftlich wie beim ersten Projekt 2017.

„Das Orchester ist an dieser Erfahrung gewachsen. Die jüngeren Musiker, die während der Pandemie aufgenommen wurden, sind in der Mitte der Gemeinschaft angekommen“, so Büsel.

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