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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge 

Mehr als 90 000 Euro gesammelt

Sie sind die fleißigsten Sammler in ganz Oberbayern: Die Mitglieder der Krieger- und Soldatenvereine im Landkreis sowie die Soldaten des Fliegerhorsts Erding.

Erding– Sie sind die fleißigsten Sammler in ganz Oberbayern: Die Mitglieder der Krieger- und Soldatenvereine im Landkreis sowie die Soldaten des Fliegerhorsts Erding.Für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gehen sie jedes Jahr von Tür zu Tür oder stehen mit ihren Sammelbüchsen auf Dorf- und Stadtplätzen. So sind 2016 mehr als 90 000 Euro zusammengekommen.

Die Vereinsvorsitzenden trafen sich nun im Fischer’s Seniorenzentrum. Dort erklärte Vize-Landrat Jakob Schwimmer, dass die Kriegervereine kein Auslaufmodell seien, sondern das Gedenken an die Verstorbenen der beiden Weltkriege wichtig sei. Er plädierte dafür, die Zeitzeugnisse der Jugend näherzubringen, die noch nie einen Krieg erlebt habe, und sie mit den wenigen noch verbliebenen Kriegsteilnehmern ins Gespräch zu bringen. Im Geschichtsunterricht sollten nicht nur Zahlen vermittelt werden, sondern Zeitzeugnisse, die oft einprägsamer seien.

Schwimmer unterstrich auch die Bedeutung der Europäischen Union, „hat sie uns doch die bisher längste Friedenszeit garantiert“.

Oberst Stefan Schmid-Schickhardt betonte, wie wichtig die Bundeswehr als großer Garant für die Spendensammlungen sei, dass durch die Schließung des Fliegerhorts bis 2021 aber die Zahl der sammelnden Soldaten schrumpfe. Er werde im ersten Quartal 2018 mit dem Stab des Waffensystemunterstützungszentrums 1 den Standort Erding verlassen und nach Manching gehen. Das Materialdepot werde Ende 2018 aufgelöst. 2021 ziehe das Instandsetzungszentrum 11 nach Manching um.

Artur Klein, neuer Geschäftsführer des Bezirksverbandes Oberbayern, ging auf die Ergebnisse der Haus- und Sammelergebnisse 2016 ein. Im gesamten Bezirk seien dabei rund 773 000 Euro zusammengekommen. Allein im Landkreis Erding waren es 90 800 Euro. Mit einem Spendenaufkommen von 70 Cent pro Einwohner liege der Landkreis weit über dem oberbayerischen Durchschnitt (23 Cent), betonte Klein. Unter den zehn erfolgreichsten Sammlern in Oberbayern landete Josef Wurmsam aus Lengdorf auf Platz acht (1800 gesammelte Euro).

Klein erklärte, dass der Erhalt der Kriegsgräber in 46 Ländern weltweit zu 70 Prozent aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Sammlungen finanziert werde. „72 Jahre nach Kriegsende ist es das Ziel, jedem toten Soldaten ein würdevolles Grab zu geben.“ Elvi Reichert

Neuer Sammeltermin

Die diesjährige Sammlung findet vom 20. Oktober bis 5. November statt. Informationen gibt es im Internet auf www.volksbund.de/bayern.

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