Volkshochschule

Mehr Kurse, mehr Kosten

Mit einem Fehlbetrag im Wirtschaftsplan geht der Zweckverband Volkshochschule ins kommende Jahr. Das hängt auch mit den steigenden Kurszahlen zusammen. In den Folgejahren soll es wieder Überschüsse geben.

von Klaus Kuhn

Erding – Der Wirtschaftsplan des Zweckverbands „Volkshochschule im Landkreis Erding“ für das kommende Jahr steht. Er sieht zunächst einen Fehlbetrag von knapp 49 000 Euro vor. Im zu Ende gehenden Jahr wird noch mit einem Überschuss von gut 23 000 Euro kalkuliert.

Der Fehlbetrag ist nach dem Bericht des Verbandsvorsitzenden Hans Peis vor allem durch Investitionen im Bereich des Brandschutzes bedingt. Diese bezifferte er auf rund 10 000 Euro. Laut Geschäftsführer Claus Lüdenbach spielen die steigenden Kurszahlen eine Rolle. Diese hätten dazu geführt, dass Büro- zu Kursräumen umgewidmet werden mussten. Das setze eine formelle Nutzungsänderung voraus, und obendrein würden für Kursräume andere Brandschutzbestimmungen gelten.

Peis und Lüdenbach sehen die VHS allerdings auf Erfolgskurs. Im Vermögensplan stehen rund 53 000 Euro. Hier machen rund 23 000 Euro für die technische Ausstattung von Kursräumen (Whiteboards, Dokumentenkameras) den Löwenanteil aus. 193 000 Euro werden für die Tilgungen laufender Kredite aufgewendet. Neue Kredite sieht der Etat nicht vor, sodass die VHS Ende 2018 bei den Banken noch mit 1,433 Millionen Euro in der Kreide stehen wird.

Für die Folgejahre wird wieder mit einem Jahresüberschuss gerechnet. Grundlage für die optimistische Sicht ist der Halbjahresbericht für 2017, in dem die Unterrichts-Doppelstunden, 9420 an der Zahl, einen kräftigen Sprung nach oben gemacht haben. Im ersten Halbjahr 2016 waren es noch 8684. Bei den Teilnehmerzahlen gab es einen Rückgang von 9347 auf 9028. Allerdings könnte das auch damit zu tun haben, dass die Deutsch-Kurse für Flüchtlinge in die Statistik eingehen. Deren Zahl hat bekanntlich zuletzt abgenommen. Für 2016 ist im Schlussbericht von einer „hervorragenden Entwicklung“ die Rede. „Seit 2008 konnte die Anzahl der durchgeführten Kurse stetig gesteigert werden“, heißt es darin. 2016 waren es 1655 Kurse.

Peis machte in seinem Bericht deutlich, dass es schwierig sei, am Markt zu bestehen. Er machte das an diversen Angeboten fest, etwa im Bereich Gesundheit, wo immer wieder auf neue Trends reagiert werden müsse. Dafür gebe es den Programmbeirat. Peis appellierte an die Versammlungsteilnehmer, diese Sitzungen doch ernster zu nehmen. Es sei einfach schade, wenn da nicht alle da seien. Das neue Programm wird übrigens im Januar verteilt.

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