Kernige Blasmusik spielten die Jungen Riederinger Musikanten in der Langen Zeile.
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Kernige Blasmusik spielten die Jungen Riederinger Musikanten in der Langen Zeile.
Beschwingt, unverfälscht, temperamentvoll: So waren die Volksmusiktage in Erding.
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Volksmusiktage Erding 

Beschwingt, unverfälscht, temperamentvoll

Erding präsentierte sich am Wochenende als riesige Bühne. Bei den Volksmusiktagen wurde vor allem in der Innenstadt musiziert – unter freiem Himmel ebenso wie in Wirtschaften und Kirchen.

Erding– In eine belebte Fußgängerzone verwandelte sich am Wochenende die Erdinger Innenstadt. Autos mussten diesmal draußen bleiben. Gleich zwei mehrtägige Veranstaltungen – die Gewerbe- und die Volksmusiktage – sowie das wunderbare Sommerwetter lockten viele Besucher ins Herz der Herzogstadt.

Zu den frischen Klängen der Musikanten, die an verschiedenen Plätzen zu hören waren, flanierten die Gäste durch die Straßen oder ließen sich in den Cafés nieder. Beim gut besuchten Hoagarten am Freitagabend im Mayr-Wirt sorgten Edelweiß Blos, die Geschwister Laschinger, Harfenistin Maria Schirmer und der Ardinger Dreigsang für einen flotten Auftakt. Moderiert wurde der Abend von Emil Herrmann, der als Mitglied des Männergesangstrios eine Doppelfunktion übernommen hatte und die Gäste auch mit lustigen Geschichten und Mundartgedichten unterhielt.

Am Samstagvormittag wurde der Kleine Platz zum lockeren Konzertsaal unter freiem Himmel. Kernige Klänge waren von der Gruppe De Andern & I zu hören. Witzige Lieder brachte Knöpf und Soatn mit Herta Wanner und Horst Huber zu Gehör. Das Duo gab dem Publikum einen Rat mit auf den Weg, um selbst an faden Tagen die gute Laune zurückzugewinnen: „Geh, leih ma doch dei G’sicht, i mecht heid fesch sei“ – einfach kurzzeitig eine andere Identität annehmen und das grantige Ich daheim lassen.

Die beschwingte, unverfälschte und temperamentvolle Volksmusik, die am Samstag durch die gesamte Innenstadt wehte, sorgte ebenfalls für fröhliche Gesichter und eine entspannte Biergartenatmosphäre. Die Lustigen Finsinga gaben ein Standkonzert vor der Sparkasse, die Gruppe Bayernblech hatte sich auf der Langen Zeile postiert, die Jungen Riederinger Musikanten spielten am Eck der Maurermeistergasse.

Ja, und was war denn das? Auf einmal spazierten feine Damen in historischen Kostümen durch die Lange Zeile, im Gefolge ein Leierkastenmann und Dorfleute von anno dazumal? Die weißblauen Klänge vervollständigten die idyllische Szenerie einer Landpartie aus vergangener Zeit: Die Volksspielgruppe Altenerding machte Werbung für ihr neues Stück „Madam Bäurin“, das Ende Juni als Freilichtstück im Bauernhausmuseum zu sehen ist.

Eine deftige Brotzeit, süffiges Bier, zünftige Musik und ein laues Abendlüfterl – dieses Gesamtpaket konnte man später unter freiem Himmel beim Weißbräu mit der Familienmusik Servi und in der guten Stube vom Altenerdinger Gasthaus Adlberger mit der Reithofener Bauernmusi und den Reisner Sängerinnen genießen.

Letztere gestalteten den sonntäglichen Gottesdienst in der Altenerdinger Kirche Mariä Verkündigung musikalisch. In St. Martin in Langengeisling hörte man die Gruppe KMS-Tastenstreich und in der Kletthamer Kirche St. Vinzenz den Perlacher Dreigsang. Volksmusik, Tanz und Kunsthandwerk waren zum Ausklang am Sonntagnachmittag im Bauernhausmuseum geboten (Bericht folgt).

Vroni Vogel

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