Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen - Großeinsatz läuft

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Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal am Grünen Markt in Erding (v. l.): Oberbürgermeister Max Gotz, Landrat Martin Bayerstorfer, Walter Rauscher vom Veteranen-, Krieger- und Reservistenverein Erding sowie Oberstleutnant Robert Rummel vom Waffensystemunterstützungszentrum 1 aus dem Erdinger Fliegerhorst. 

Zentrale Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Erding

Gotz sorgt sich um den Frieden in Europa

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Erinnernde Worte zurück, mahnende in die Gegenwart und die Zukunft hat Erdings Oberbürgermeister Max Gotz bei der zentralen Veranstaltung zum Volkstrauertag in Erding gerichtet.

Erding –  „Auch wenn die Weltkriege weit zurückliegen, gibt es mindestens zwei Gründe, warum das Gedenken heute nach wie vor aktuell und wichtig ist“, so der OB vor dem Kriegerdenkmal am Grünen Markt.

In einer schnelllebigen Zeit sei es „bitternötig, das Gedenken wachzuhalten.“ Unter dem in Zeiten der sozialen Medien noch schnelleren Nachrichtenstrudel „leidet die Erinnerungskultur“. Es falle noch schwerer, das Wesentliche vom Unwichtigen zu trennen.

Entscheidend sei, so Gotz, weiterhin darauf hinzuweisen, „wie schrecklich und unnötig der Tod von Millionen Menschen in den Kriegen war“. Gotz erinnerte auch an die Millionen Opfer in der Zivilbevölkerung – selbst Kinder und Greise – sowie an die Menschen, die in den Konzentrationslagern „regelrecht abgeschlachtet wurden“. Diese Taten „sollten einen mit einem existenziellen Grauen erfassen“.

Aktuell und wichtiger denn je sei das Gedenken aber auch wegen der Zahl der heute geführten Kriege, „die so hoch ist wie nie zuvor“. Geführt würden sie weniger zwischen Nationen, sondern immer häufiger unter Stämmen und Volksgruppen – oft unterstützt von Großmächten. Als Beispiele nannte Gotz Syrien und den Jemen.

Auch in die USA blickte der OB sorgenvoll, „wo gesellschaftliche Konflikte mit Waffen ausgetragen werden“. Die Waffenträger wollten mehr Sicherheit, das Gegenteil sei aber der Fall.

Für die Europäische Union brach der CSU-Politiker eine Lanze, „denn sie ist seit über 70 Jahren der Garant für Frieden und Wohlstand“. Wer die EU diskreditiere, handle „bar jeder Vernunft“. Das lasse sich aktuell an der britischen Gesellschaft im Brexit-Streit ablesen.

Im Gottesdienst hatte zuvor Stadtpfarrer Martin Garmaier auf das Spannungsfeld von Flucht und Migration hingewiesen. Es sei ebenso falsch, die Grenzen rigoros zu schließen wie alle aufzunehmen. „Denn dann fehlt uns die Luft zum Atmen.“ Die Liebe Gottes kenne aber keine Grenzen.

Musikalisch gestaltet wurde der Volkstrauertag in Erding von der Stadtkapelle und der Liedertafel. Am Gedenken der Kriegsopfer nahmen eine Abordnung der Bundeswehr um Oberstleutnant Robert Rummel sowie Vereine mit Fahnenabordnungen teil, allen voran der Veteranen-, Krieger- und Reservistenverein. HANS MORITZ

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