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Die drei besten Absolventen: Julian Niedermeier (Notenschnitt 1,09) sowie (v. l.) Julia Reisig (1,17) und Greta Stöckl (1,18).
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Die drei besten Absolventen: Julian Niedermeier (Notenschnitt 1,09) sowie (v. l.) Julia Reisig (1,17) und Greta Stöckl (1,18). 

Abschluss an der Herzog-Tassilo-Realschule

Von ABC-Schützen zu gestandenen Persönlichkeiten

  • Wolfgang Krzizok
    vonWolfgang Krzizok
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139 Absolventen erhielten an der Herzog-Tassilo-Realschule in Erding ihre Zeugnisse. Mit Julian Niedermeier (Notenschnitt 1,09), Julia Reisig (1,17) und Greta Stöckl (1,18) zeichnete Schulleiter Tobias Schiller die drei Besten aus.

Erding – „Es ist ein besonderes und wirklich außergewöhnliches Fest, das es in der Geschichte der Herzog-Tassilo-Realschule so noch nie gegeben hat“, sagte Schulleiter Tobias Schiller bei der Entlassung von 139 Absolventen. „Bei meinem Amtsantritt im Januar hätte ich mir nie träumen lassen, dass es so etwas geben kann.“ Die Corona-Pandemie hatte für eine außergewöhnliche Prüfungsvorbereitung gesorgt – und eine außergewöhnliche Abschlussfeier. In der Aula saßen nur einige wenige Gäste und Lehrer, alles wurde aber per Video-Livestream in insgesamt zwölf Klassenzimmer übertragen.

Zu Beginn kamen die drei Schülersprecher Berfin Ardak, Lukas Kohlschütter und Vincent Langner in Ganzkörper-Schützanzügen auf die Bühne und versprühten Desinfektionsmittel. Doch plötzlich ertönte das Lied „You can leave you hat on“, und das Trio entledigte sich in Striptease-Manier der Schutzkleidung.

Stefanie Krieber, Ley Thürheimer und Thomas Meyer von den Fachschaften Religion/Ethik eröffneten den offiziellen Teil. „Per aspera ad astra“, zitierte Meyer. „Freiübersetzt: Ihr seid über Steine zu den Sternen gegangen.“ Dabei spielte er auf die wegen der Pandemie schwierige Prüfungsvorbereitungen an. „Jetzt seid ihr am Ziel einer sechsjährigen Reise, ihr seid bei den Sternen“, sagte Meyer. „Aber der Weg geht weiter.“ Krieber und Thürheimer trugen danach das Prosagedicht „Desiderata“ (Sehnsucht) des US-Amerikaners Max Ehrmann vor.

Nach einem Klavierstück von Kevin Mayer (8 c) folgte das Grußwort von Oberbürgermeister Max Gotz, der die Schüler lobte: „Ihr habt in den letzten Wochen und Monaten Außergewöhnliches geleistet.“ Er bezog auch „die Eltern und Wegbegleiter“ ein und meinte, dass in der Krise die Lehrer mehr an Wertschätzung gewonnen hätten.

Landrat Martin Bayerstorfer schickte seine Glückwünsche per Videobotschaft. „Ihr habt es unter erschwerten Bedingungen geschafft“ betonte er. „Jetzt habt ihr die besten Voraussetzungen für euer künftiges Leben geschaffen.“

Der stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Alfredo Gröppmair lobte die Entwicklung der Schüler, die auch mal unbequem waren und ihre Unlust kundgetan haben, aber nun erwachsen geworden seien. „Geht raus und seid jemand“, rief er den Absolventen zu.

In einem Sketch trafen sich die drei Schülersprecher zehn Jahre nach dem Abschluss und erzählten sich, was aus ihnen geworden sei, von der Rechtsanwältin (Ardak) bis zum Hausmann, der vier Kinder versorgt (Langner). Dabei wurden schließlich auch noch einige Lehrer in humorvoller Weise auf die Schippe genommen.

Mit Julian Niedermeier (10 e/Notenschnitt 1,09), Julia Reisig (10 f/1,17) und Greta Stöckl (10 b/1,18) zeichnete Schulleiter Schiller die drei Besten aus und betonte in seiner Ansprache an alle Absolventen: „Aus den ABC-Schützen von vor zehn Jahren sind gestandene Persönlichkeiten geworden.“ Bei den Prüfungen habe es keine außergewöhnlichen Vorkommnisse gegeben, berichtete er und freute sich über 19 Schüler mit einer 1 vor dem Komma. „Wir alle haben in dieser Phase viel gelernt“, stellte Schiller zufrieden fest.

Nach einem weiteren Klavierstück, das Marco Melerowitz von der 10 f darbot, marschierten die einzelnen Klassen auf, und jeweils in Vierergruppen durften sich die Absolventen ihre Zeugnisse abholen. Schulsprecher Kohlschütter rief zum Abschluss ins Mikrofon: „Danke noch mal an alle. Es war eine brutal schöne Zeit!“

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