Janine Bach aus Erding steht mit einer Kamera in der Hand vor Bäumen
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Zur Kamera greift Janine Bach jetzt auch beruflich wieder. „Nach zehn Jahren habe ich das Handwerk wieder für mich entdeckt“, sagt die gelernte Fotografin. Aber auch ihrer zweiten großen Leidenschaft, dem Singen, bleibt sie weiter treu.

Zurück zu den Wurzeln: Erdingerin wieder als Fotografin und Hochzeitssängerin unterwegs

Janine Bach: Von der großen Bühne hinter die Kamera

  • Veronika Macht
    vonVeronika Macht
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Sieben Jahre ist es inzwischen her, dass Janine Bach – damals noch unter ihrem Mädchennamen Hecht – in der TV-Show „The Voice of Germany“ mitgemacht hat. Inzwischen ist die 30-Jährige zweifache Mama und nicht mehr auf den großen Bühnen unterwegs. Die Musik spielt aber weiterhin eine wichtige Rolle in ihrem Leben.

Erding – Janine Bach genießt gerade die Zeit mit ihrer Familie. Sohn Noah feiert demnächst vierten Geburtstag, Töchterchen Malin ist gerade sechs Monate alt. Die Erdingerin ist bei der Therme angestellt, derzeit jedoch in Elternzeit.

Diese nutzt sie auch, um sich weiterhin ihrer Selbstständigkeit zu widmen. Denn eigentlich ist die 30-Jährige gelernte Fotografin, Mediengestalterin und singt, seit sie Teenager ist. Mit diesen drei Leidenschaften hat sie sich selbstständig gemacht, gestaltet Webseiten, Firmenlogos oder Speisekarten – und fotografiert auch wieder. „Nach zehn Jahren habe ich das Handwerk jetzt wieder für mich entdeckt“, erzählt Bach.

Janine Bach: Viele Baby- und Familienfotos

Voriges Jahr habe sie besonders viele Familien- und Babyfotos gemacht. „Viele Leute haben in schöne Erinnerungsfotos investiert, vielleicht weil sie nicht in den Urlaub geflogen sind“, vermutet sie. Coronakonform sei das auf jeden Fall: „Als Fotograf musst du Abstand halten, und ich mache hauptsächlich Aufnahmen im Freien.“ Nur für Newborn-Fotos, also Bilder kurz nach der Geburt, hat sich die Erdingerin ein Ministudio zu Hause eingerichtet.

Speziell für Hochzeiten bietet sie ein Gesamtpaket mit Fotografie, Papeterie und Gesang an. Und Hochzeiten seien gerade ein großes Thema – die einen würden ihre ausgefallene Trauung 2021 nachholen, andere die Feier gleich auf 2022 verschieben. Sie habe viele Anfragen und mündliche Buchungen, erzählt Bach. „Aber wer weiß, wie sich das alles entwickelt.“ Darum schlummern auf ihrem PC derzeit etliche Einladungen, Menü- und Tischkarten, die noch nicht gedruckt werden können, weil wegen Corona kein Termin sicher ist.

Die Einladung zu ihrer eigenen Hochzeit mit Benno Bach (34) im Mai 2016 sei die erste gewesen, die sie selbst gestaltet habe. Und der Startschuss für ihr Gewerbe. Es kamen immer mehr Anfragen, anfangs nur für Einladungen, dann kam auch Menü- und Tischkarten, Sitzpläne und Danksagungen hinzu, schließlich der Gesang.

Erinnerungen an „The Voice of Germany“

„Wenn ich auf Hochzeiten bin, schauen mich die Leute manchmal an, als würden sie mich kennen“, erzählt sie lachend. „Und wenn ich die Kamera gegen das Mikro tausche, fällt meistens der Groschen. Es ist schön, dass mich die Leute noch in Erinnerung haben.“ Immerhin hat Bach im Herbst 2013 bei „The Voice of Germany“ vor einem Millionenpublikum im TV gesungen.

„Ich schaue mir die Aufnahmen nicht so gern an“, gibt sie heute zu. „Aber dieses Kapitel gehört auch zu mir.“ Mit Abstand betrachtet könne sie sagen: „Man wird in der Branche schon ein bisschen verheizt. Aber es war eine krasse, abenteuerliche Erfahrung. Nicht immer nur positiv, aber es hat mich weitergebracht – allein das Gesangscoaching und die Erfahrung, dass dieses Business nichts für mich ist. Ich habe andere Prioritäten und weiß, dass ich das nicht hauptberuflich machen will.“ Aber sie habe noch Kontakt zu vielen Leuten von damals, und es sei trotz allem schön, wenn sie noch darauf angesprochen werde.

Janine Bach: „Wieder auf die Bühne“

Ob Janine Bach in Zukunft wieder auf der Bühne stehen wird? Mit der Band „Heute Wir“, der neben Benno Bach auch Steve Zimmermann und Felix Lippenberger angehören, war sie zuletzt musikalisch unterwegs. „Das liegt derzeit leider auf Eis“, erzählt Bach. Gitarrist Zimmermann hat ein Soloprojekt gestartet (wir berichteten), Bassist Lippenberger sei ebenfalls in Babypause. „Aber wenn die Kleinen alt genug sind, dass zur Bandprobe ein Babysitter aufpassen kann, legen wir wieder los“, verspricht Bach. Immerhin sei die Band ein „Herzensprojekt“ gewesen, und sie wolle auch künftig schreiben, komponieren „und wieder auf die Bühne“.

Apropos Bühne: Ein anderes Steckenpferd der 30-Jährigen ist das Theater. Für das Junge Theater, ein Ableger der Volksspielgruppe Altenerding, gab sie 2017 bei „Alice im Anderland“ die Herzkönigin und hat mit Benjamin Stang und Géraldine Chalaud Regie geführt hat. Auch wenn dieses Projekt nicht weiterverfolgt wurde, der Theaterbühne ist Bach dennoch treu geblieben: 2019 spielte sie in der Komödie „Ladies Night“ der Volksspielgruppe mit.

Vroni Macht

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