Idyllische Stadtansichten hat Hartmut Hattler in seinen Aquarellbildern festgehalten. „Erding, immer wieder bezaubernd“ – so lautet der Titel seiner Ausstellung ab 5. Juni im Frauenkircherl.
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Idyllische Stadtansichten hat Hartmut Hattler in seinen Aquarellbildern festgehalten. „Erding, immer wieder bezaubernd“ – so lautet der Titel seiner Ausstellung ab 5. Juni im Frauenkircherl.

Der Neufahrner Künstler Hartmut Hattler zeigt ab 5. Juni seine Stadtansichten im Frauenkircherl

Von Erdings Charme bezaubert

Erdings schönste Ansichten zeigt Künstler Hartmut Hattler in seinen Aquarellbildern. Ab Samstag, 5. Juni, stellt der Neufahrner seine Werke im Frauenkircherl am Schrannenplatz aus.

„Ein wunderschöner Ort“, schwärmt Hartmut Hattler vom Charme der Kreisstadt, deren idyllische Seiten er in zahlreichen Aquarellen eingefangen hat. Seine Arbeiten sind von Samstag bis Freitag, 5. bis 11. Juni, im Frauenkircherl zu sehen. Es ist die erste Ausstellung nach der monatelangen Corona-Zwangspause. Das Motto ist bezeichnend: „Erding, immer wieder bezaubernd“.

Hattler ist Architekt, lebt in Neufahrn bei Freising und ist dort künstlerisch aktiv, zudem ist er Mitglied im Kunstverein Erding. Seit 1981 präsentiert Hattler seine Werke immer wieder der Öffentlichkeit, auch im Erdinger Frauenkircherl. Bereits für 2020 war dort eine Ausstellung geplant, die jedoch coronabedingt abgesagt werden musste. Jetzt lassen die fallenden Inzidenzzahlen die Werkschau zu, für die der Künstler vieles gemalt hat. „Jede Ausstellung motiviert mich zu neuen Bildern“, sagt Hattler.

1942 im mittelfränkischen Burgbernheim geboren, beschäftigt er sich seit seiner Kindheit mit Malerei und Zeichenkunst. Bevorzugte Hattler früher die Ölmalerei, ist es jetzt vor allem die Aquarelltechnik, mit der er sich auseinandersetzt, „da das Aquarell eine Kunsttechnik ist, die sich in besonderer Weise eignet, das Erlebte spontan festzuhalten und die Farbenvielfalt auszudrücken“.

Die Umstellung hing auch mit einem einschneidenden Erlebnis zusammen. 1991 erlitt Hattler bei einem Jagdunfall schwere Gesichtsverletzungen. Diese Lebenszäsur hat seine künstlerische Arbeit beeinflusst. „Ich habe das Sehen erst gelernt“, beschreibt er seine Neuorientierung. Bei ausgedehnten Reisen rund um den Globus habe er das schnelle Erfassen intensiviert.

Hattler findet es an Erding sehr reizvoll, dass geschichtsträchtige Architektur erhalten worden sei und auch, dass markante Farbigkeit die Häuserfassaden belebe. „Je nach Lichteinfall ist jede Farbe anders.“ Ob Stadtmitte oder Außenbezirk, Hattler hat ganz unterschiedliche Perspektiven in seinen Aquarellen festgehalten. Wartenberger Szenerien und Kirchenansichten von Gemeinden der Umgebung runden die Ausstellung ab.  

Öffnungszeiten im Frauenkircherl sind vom 5. bis 11. Juni täglich von 10 bis 18 Uhr. VRONI VOGEL

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