Mit Elan geht der Vorstand von Erding Jetzt in die neue Amtszeit (v. l.): Felix Lippenberger, Thomas Schmidbauer, Uwe Lippenberger, Heidi Schoch, Heike Langwieser, Renate Huber, Susanne Birzer und Gitta Gründinger. f: (zie)

Wählergruppe Erding Jetzt: Wir sind nicht gegen alles

Erding - Mit dem bewährten Vorstand und gut gefüllter Kasse geht die unabhängige Wählergruppe Erding Jetzt in den Kommunalwahlkampf.

Heike Langwieser bleibt Vorsitzende von Erding Jetzt. Ihr sprachen die Mitglieder am Mittwochabend im Weinwirt ebenso das Vertrauen aus wie ihrem Stellvertreter Thomas „Hape“ Schmidbauer und Schriftführerin Heidi Schoch. Neuer Kassier ist Uwe Lippenberger. Er löst Helmut Sedlmeir ab, der nun Revisor ist. Bevor er sein Amt abgab, vermeldete er einen Vermögensstand von rund 22 500 Euro. Größter Einnahmeposten 2011 waren erneut Spenden, die sich maßgeblich aus den Sitzungsgeldern der vier Stadträte zusammensetzten.

Langwieser schwor ihre Mitstreiter auf die Kommunalwahlen 2014 ein. „Wir wollen versuchen, über den Stadtrat unseren Einfluss geltend zu machen und engagierte Kandidaten zu bekommen.“ Sie würde sich über mehr Frauen und junge Leute im Stadtrat freuen. Letztere zum Engagement zu bewegen, sei nicht leicht, aber: „Wir haben alle eine Verantwortung und müssen sie unseren Kindern vorleben.“ Wichtig ist Langwieser, „Bewegung in die Stadt reinzubringen, so dass die Leute sagen: Es ist gut, dass es Erding Jetzt gibt“. Deshalb gelte: „Vorwärts, weiter, unbedingt!“

Langwieser, auch im Vorstand der Bürgerinitiative Bahntunnel Erding, bedauerte die Entscheidung der Stadtratsmehrheit am Dienstag für die Nordeinschleifung der Walpertskirchener Spange in den S-Bahn-Ringschluss und kündigte an: „Nun müssen wir sehen, wie’s weitergeht. Aber nur zuschauen werden wir sicher nicht.“

Harry Seeholzer, einer der vier Stadträte von Erding Jetzt, lobte mit Blick auf die gut vierstündige Stadtratsdebatte (wir berichteten) seinen Fraktionschef Hans Egger. „Wir können uns glücklich schätzen, einen Pitbull und Wadlbeißer wie Hans zu haben, der sich an Themen heranwagt, die andere nicht zur Sprache bringen.“ Auch das mache Demokratie aus. Seeholzer betonte: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen alles, aber bei bestimmten Punkten müssen wir das Recht dazu haben.“

Oft habe Erding Jetzt auch mit der CSU gestimmt, etwa beim Stadtpark. Dessen Umgestaltung ist für Seeholzer, zuständiger Referent im Stadtrat, notwendig, das Konzept durchdacht. 40 Jahre lang sei dort nichts getan worden außer Sicherheitsrodungen. Die Kritik von einigen Seiten sei zu kurz gedacht. Schließlich gehe es um den Erhalt der Auenlandschaft, die im Park ursprünglich vorherrsche. „Wir dürfen nicht dem Wildwuchs nachgeben.“ Der Bodenwuchs sei mittlerweile stark entfernt worden, dadurch werde sich die Artenvielfalt erhöhen. Seeholzer gab zu, „dass es furchtbar ausgeschaut hat“. Schließlich mussten Baustraßen angelegt und Kies aufgeschüttet werden. Auch der Zaun sei ungünstig. „Er vermittelt den Eindruck, es gibt was zu verstecken, ist aber aus Sicherheitsgründen nötig.“ (zie)

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