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Der im Amt bestätigte CSU-Kreisvorstand (v. l.): Franz Hofstetter, Max Gotz, Hans Wiesmaier, Ulrike Scharf, Martin Bayerstorfer, Alexander Wegmaier, Franz Hörmann und Burkhard Köppen.

Wahlen beim CSU-Kreisverband

Bayerstorfer und Vorstand im Amt bestätigt

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Martin Bayerstorfer bleibt Kreisvorsitzender der Erdinger CSU. In Eicherloh wurde er zum achten Mal gewählt. Auch seine Stellvertreter-Rieger ist unverändert. Der Kreisverband zählt rund 2000 Mitglieder – Tendenz steigend.

Eicherloh - Die CSU-Ortsverbände stehen weiter hinter dem Kreisvorstand – allerdings nicht mehr ganz so geschlossen wie noch vor zwei Jahren. Mit zwei Ausnahmen mussten alle Mitglieder des engeren Vorstands Verluste hinnehmen.

Martin Bayerstorfer erhielt als Vorsitzender 129 Ja- und fünf Nein-Stimmen. Mit 96,3 Prozent lag er knapp hinter seinem Ergebnis von 2015 (97,7 %). Deutlicher fiel der Verlust von Erdings OB Max Gotz mit 119 Ja- und elf Nein-Stimmen und damit 91,5 Prozent (98,4 %) aus. Auf Franz Hofstetter entfielen 125 Ja- und fünf Nein-Stimmen (96,2 zu 97,7 %). Mit 98,5 Prozent erzielte Hans Wiesmaier (130 Ja, zwei Nein-Stimmen) das gleiche Ergebnis wie 2015.

Verbessern konnte sich Stimmkreisabgeordnete und Umweltministerin Ulrike Scharf mit 99,3 Prozent (96,9 %). Sie vereinte 133 Ja-Stimmen und nur ein negatives Votum auf sich. Nach der Kampfkandidatur vor der Landtagswahl 2013 gegen Jakob Schwimmer scheint die Maria Thalheimerin nun in der Erdinger CSU unangefochten zu sein.

Als Schatzmeister wurde Franz Hörmann bestätigt, als Schriftführer Burkhard Köppen und Alexander Wegmaier, Als Beisitzer gehören zum Vorstand Thomas Bauer, Rudolf Waxenberger, Stefanie Hagl, Gerlinde Sigl, Ferdinand Geisberger, Josef Biller, Christoph Puschmann, Hans Peis, Thomas Schreder, Heinz Grundner, Ludwig Kirmair, Michael Oberhofer, Christian Pröbst und Bernhard Mücke an.

Nach der Wahl bescheinigte Bayerstorfer „seiner“ CSU: „Wir sind nicht aufzuhalten, weil wir wirklich tolle Leute jeden Alters und aus allen Bereichen haben.“

Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz lobte er für dessen Präsenz im Wahlkreis. „Du hast hervorragende Arbeit geleistet.“ Mit Lenz sei die CSU bestens aufgestellt. Ausdrücklich lobte Bayerstorfer Lenz’ Nein zur Ehe für alle. Nach wie vor müssten Mann, Frau und Kind als „Keimzelle der Gesellschaft“ im Mittelpunkt stehen.

Auch von der Mitgliederzahl her ist die CSU nach Auffassung des Vorsitzenden top in Schuss. Mit 2000 Mitgliedern sei man einer der größeren Verbände, der noch dazu Zulauf verzeichne – vorallem von der Jungen Union.

In seiner Bilanz ging er nicht nur auf die brisanten Themen, Klinikum, Geburtshilfe und Frauenhaus (siehe Bericht auf der lokalen Seite 1) ein, sondern auch auf die Flüchtlingswelle, die sich bei der Hauptversammlung vor zwei Jahren allenfalls angedeutet habe. „Kaum einer erinnert sich heute noch daran, dass wir bis zu 2000 Asylsuchende auf einmal im Landkreis unterbringen mussten und pro Woche 60 bis 70 neu hinzukamen“, blickte der Landrat zurück.

Er dankte allen, die mit Integration und Unterbringung zu tun hatten und haben – Verwaltungen, Bürgermeister und Ehrenamtliche. Im Landkreis habe man das sehr gut hinbekommen. „Erding war mit der einzige Landkreis, der keine Traglufthallen als Unterkünfte für bis zu 500 Flüchtlinge benötigt hat. Unser Konzept mit in der Spitze 114 Unterkünften hat sich entgegen so mancher Kritik bewährt“, so Bayerstorfer. Das gelte auch für den Kommunalpass.

Frontal ging er den SPD-Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer an, der am Montag, wie berichtet, seine Haltung erneuert hatte, den Warteraum Asyl brauche es auch in Zukunft. „Ich frage mich schon, wen er eigentlich vertritt.“ Bayerstorfer und später auch Lenz nannten die im Fliegerhorst vorgehaltenen 3500 Plätze für völlig überzogen. Beide sprachen sich für eine rasche und deutliche Verkleinerung aus. In diesem Zusammenhang kritisierte der Landrat noch einmal das Bamf wegen mehrerer 1000 Flüchtlinge, die ohne jede Registrierung Camp Shelterschleife durchlaufen hatten. Wörtlich sprach Bayerstorfer von „Versagen“.

Genau das müsse sich der Landkreis nicht vorhalten lassen, meinte er in Anspielung auf Kritik, in seiner Behörde sei der als Flüchtling getarnte terrorverdächtige Soldat Franco A. nicht aufgefallen. „Der Bund hat es zweimal versäumt, Fingerabdrücke zu nehmen. Das ist erst bei uns in Erding passiert.“

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