1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Erding

Wally Warning: Clubkonzert im Stadttheater

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Für Sommer-Stimmung sorgten Wally Warning und seine Band im Stadttheater. Seine Tochter Ami bewies, dass auch sie in Sachen Musik so einiges drauf hat – leider vor kleinem Publikum. Fotos: Macht
Für Sommer-Stimmung sorgten Wally Warning und seine Band im Stadttheater. Seine Tochter Ami bewies, dass auch sie in Sachen Musik so einiges drauf hat – leider vor kleinem Publikum. Fotos: Macht © AUTO_ERD

Erding - Karibisches Flair und Gute-Laune-Musik brachten Wally Warning und seine Band am Donnerstagabend ins Stadttheater Altes Kino Erding. Der Musiker spielte zur Eröffnung der Kleinkunstbühne ein tolles Konzert, das weit mehr als nur rund 50 Zuschauer verdient hätte.

Eine Akustikgitarre, ein E-Bass, ein Cajón und eine unverwechselbare Stimme - viel mehr brauchen Wally Warning und seine Band nicht, um das Publikum im Stadttheater Altes Kino Erding mitzureißen. Nach wenigen Klängen hat der Reggae-Künstler aus Aruba die Zuschauer im Griff. Und als er die ersten Riffs einer fetzigen Nummer spielt, stürmen die Fans die Tanzfläche.

Obwohl da schon kaum einer mehr sitzt, bleibt das Parkett den Abend über doch fast leer. Enttäuschend wenige sind zum Konzert gekommen, mit dem Tommy Meierl und Wolfgang Hartmann die Neueröffnung ihrer Kleinkunstbühne feierten. Der Künstler, der sonst in ausverkauften Häusern spielt, nimmt’s mit Humor. „Es sind zwar nicht viele da. Aber alle, die da sind, sind voll da“, sagt Warning lachend.

Es sind genau solche lockeren, unbeschwerten Sprüche, die das Publikum begeistern. Warnings Bühnenpräsenz und die multikulturelle Crossover-Musik tun ihr Übriges. Auf der Basis eines relaxten Reggae-Grundtons zaubert Warning funkige Grooves, legt rockige Intermezzi hin und spielt zwischendrin ein paar jazzige Klänge. In eine Schublade lässt sich sein Ethno-Pop nicht stecken. Spaß macht die lebendige und farbenfrohe Mischung aber in jedem Fall. Da stört es auch die Zuschauer nicht mehr, dass sie statt einer großen Eröffnungssause ein kleines Clubkonzert erleben. Die intime Atmosphäre kommt gut an.

Ebenso die geballte Ladung Energie und Emotionen, die Warning in seinen Songs entlädt. In Nummern wie „Promises“, „Justice“ oder „We Are The Rainbow People“ formuliert er Gedanken über Glaubenskonflikte, Rassenprobleme und das Leben im Allgemeinen. Die Melodien und teils spirituellen Texte, die zum Großteil aus Warnings Feder stammen, gehen über das Ohr direkt ins Herz - und bleiben dort. Und dass der Rhythmus in seiner Familie im Blut liegt, beweist seine 15-jährige Tochter Ami, die er zu einigen Songs auf die Bühne holt. Das Highlight spart sich Warning aber für den Schluss seines Konzert auf: den fröhlichen Sommerohrwurm „No Monkey“, mit dem er 2007 in den deutschen Charts landete, kann jeder problemlos mitsingen.

vam

Auch interessant

Kommentare