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Das nächste große Schienenprojekt im Landkreis Erding ist aufs Gleis gesetzt: Das Planfeststellungsverfahren für die Walpertskirchener Spange ist am Donnerstag angelaufen. Das teilte Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) mit.

Planfeststellungsverfahren ist angelaufen

Walpertskirchener Spange: Startschuss für die Regionalbahn

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Das nächste große Schienenprojekt im Landkreis Erding ist aufs Gleis gesetzt: Das Planfeststellungsverfahren für die Walpertskirchener Spange ist am Donnerstag angelaufen. Das teilte Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) mit.

Erding/Walpertskirchen – Dabei handelt es sich um das neun Kilometer lange Gleisstück, das bei Walpertskirchen von der Bahnstrecke München–Mühldorf–Freilassing abzweigt und in westlicher Richtung bis Erding verläuft. Dort mündet die Walpertskirchener Spange in den geplanten Verknüpfungsbahnhof im Fliegerhorst.

Den werden zu einem noch unbestimmten Zeitpunkt auch die S-Bahnen ansteuern, um auf dem Ringschluss von Erding bis an den Flughafen zu verkehren.

Das Planfeststellungsverfahren hat die Deutsche Bahn gestern beim Eisenbahn-Bundesamt beantragt. Das bedeutet den Startschuss für das vermutlich mehrere Jahre dauernde Genehmigungsverfahren. An dessen Ende steht ein Planfeststellungsbeschluss, der Baurecht bedeutet. Allerdings ist zu erwarten, dass dagegen von betroffenen Anliegern geklagt werden wird.

Reichhart begrüßt die aktuelle Entwicklung: „Mit der rund neun Kilometer langen elektrifizierten Bahnstrecke wird die Lücke zwischen Erding und der Verbindung von München nach Mühldorf geschlossen und eine direkte Schienenanbindung der Städte Dorfen, Mühldorf und Salzburg an den Flughafen ermöglicht.“ Der Beginn des Planfeststellungsverfahrens für die Walpertskirchener Spange läute damit auch den Abschluss der Planungen für das Gesamtprojekt Erdinger Ringschluss ein. Dieser hat für den Minister eine herausgehobene Bedeutung, „da wir auf diese Weise die Anbindung an den Flughafen München aus nahezu allen Landesteilen Bayerns verbessern“.

Hans Reichhart (CSU) gab als Verkehrsminister die Entscheidung bekannt.

Diesen Weg sollen eines Tages die Regionalzüge von Erding in Richtung Südostbayern nehmen: Die Walpertskirchener Spange verläuft von Erding im „Tunnel Wasserturm“ unter der Anton-Bruckner-Straße hindurch in Richtung Osten und kommt östlich der B 388 wieder an die Oberfläche.

Die Trasse verläuft dann parallel südlich der Staatsstraße 2084 und überquert das Strogental auf einer Brücke. Anschließend verläuft die Bahnstrecke relativ geradlinig weiter in möglichst großem Abstand zwischen den Orten Papferding und Breitasch und fädelt östlich von Schwarzhölzl mittig in die künftig ausgebaute zweigleisige Bahnstrecke München–Mühldorf ein.

Gerade in dem Weiler Scharzhölzl (Bockhorn) ist der Widerstand gegen das neue Gleis groß. Die Bewohner fürchten, von den beiden Gleisen regelrecht eingekesselt zu werden.

Mit dem Antrag kommt der Bahnknoten München einen Schritt voran. Die Neufahrner Kurve im Westen des Flughafens ist seit Dezember in Betrieb und ermöglicht Zugverkehr aus Regensburg und Landshut an den Moos-Airport. Östlich davon baut die FMG soeben den Tunnel bis zum geplanten Halt in Schwaigerloh (Oberding). Für den Abschnitt bis zur nördlichen Stadtgrenze von Erding liegt der Planfeststellungsbeschluss seit gut einem Jahr vor. Die Bahn rechnet mit der Fertigstellung um das Jahr 2027. Für das Gleisstück durch die Stadt Erding mit Tunnel in den Starkpark begann das Genehmigungsverfahren am 11. April 2018.

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