Kripo Erding warnt vor Betrugsmasche 

Falscher Polizist ergaunert tausende Euro

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Bei Anruf Betrug: Die Fälle von falschen Polizisten, die durch Telefonanrufe Geld ergaunern, häufen sich. Nun wurde eine 68-jährige Erdingerin Opfer dieser Masche.

Klettham– Die Gauner gehen immergleich vor. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und reden ihren Opfern ein, sie wären Ziel einer Einbrecherbande und man wolle sie schützen. Doch statt ihnen zu helfen, erschwindeln sie sich Bargeld. Jetzt ist eine Frau aus Klettham Opfer dieses Tricks geworden.

Die 68-Jährige ist einer von drei Fällen von Anrufen falscher Polizeibeamter, welche die Kripo Erding im Laufe der vergangenen Tage aufgenommen hat. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilt, beendeten in zwei Fällen die Geschädigten das Gespräch frühzeitig. Die Kletthamerin jedoch fiel auf die Betrugsmasche herein – und wurde von dem falschen Polizisten um mehrere tausend Euro Bargeld erleichtert.

Bereits am Montag war die Frau gegen 21.30 Uhr von dem vermeintlichen Polizeibeamten mit dem Namen Schmidt von der Polizeiinspektion Erding angerufen worden. Auf ihrem Telefon wurde die Nummer (0 81 22) 1 10 angezeigt. Im Laufe des Gesprächs teilte ihr der Mann mit, dass man ihren Namen auf dem Zettel einer rumänischen Einbrecherbande gefunden habe und sie Opfer eines Einbruchs werden sollte. Darum solle sie sofort Fenster und Türen verriegeln.

Nachdem sie dies erledigt hatte, sei es dem Anrufer gelungen, die Frau über mehr als zehn Stunden in der Leitung zu halten, sodass der Telefonanschluss blockiert war. So könnten sich die Opfer nirgends rückversichern und die Gauner zugleich alles mithören, was in der Wohnung vor sich geht.

„Am nächsten Morgen erhielt sie die Anweisung, von ihrem Sparbuch Bargeld abzuheben“, erklärt eine Pressesprecherin des Präsidiums, ohne die genaue Summe zu nennen. Es handele sich jedoch um mehrere tausend Euro. Gegen 9.30 Uhr erschien ein „Herr Stark“ (30 bis 40 Jahre alt, südländisches Aussehen) an ihrer Wohnung, dem die Frau das Geld übergab. Danach brach der telefonische Kontakt ab und die Frau realisierte, dass sie Opfer eines Betrugs wurde.

Ähnliche Fälle gibt es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord sowie in den benachbarten Dienstbereichen seit geraumer Zeit. Man müsse davon ausgehen, dass die Täter weiterhin versuchen, auf diesem Weg an Bargeld zu gelangen. Oft suchten sie sich ihre Opfer – meistens Senioren – anhand von älter klingenden Vornamen aus dem Telefonbuch aus.

Zwar sei der Großteil der Menschen sensibilisiert. Doch immer wieder falle jemand auf diese Masche herein. Die Polizei rät deswegen zur Vorsicht und hat einige Tipps:

-Seien Sie misstrauisch bei derartigen Anrufen.

-Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten beziehungsweise Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben.

-Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein.

-Im Telefondisplay angezeigte Nummern können technisch manipuliert werden und sind kein Beleg für den tatsächlichen Anruf eines Polizeibeamten.

-Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter.

-Kontaktieren Sie im Zweifelsfall die Polizei, in eiligen Fällen über die Notrufnummer 110.

Rubriklistenbild: © AP

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