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Warten auf Tante Emma Lebensmittelmarkt Erding Innenstadt

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Erding - Es ist eine Forderung, die seit vielen Jahren immer wieder von den unterschiedlichsten Seiten erhoben wird: Die Erdinger Innenstadt braucht einen Lebensmittelmarkt.

Dafür setzt sich jetzt auch die von SPD-Stadtrat Siggi Draxler ins Leben gerufene Selbsthilfegruppe Senioren helfen Senioren ein. In einem Offenen Brief an Bürgermeister Max Gotz (CSU) weisen die Autoren darauf hin, immer wieder von älteren Herrschaften auf die fehlenden Einkaufsmöglichkeiten im Zentrum hingewiesen zu werden. Besonders die Schließung des Discounters Plus am Bahnhof wird moniert, so Draxler. Ihm ist klar, „dass es nicht einfach sein wird, einen Betreiber für ein Lebensmittelgeschäft zu finden“.

Damit hat er recht. Denn seit Monaten bemüht sich die Fischer’s Stiftung, einen Filialisten wie Edeka oder Tengelmann für die Räume im Bräuhausviertel zu gewinnen, die zuletzt von einem Küchenstudio genutzt worden waren. Bislang konnte jedoch kein Anbieter an Land gezogen werden.

Die Selbsthilfegruppe schlägt nun das „Rosenheimer Modell“ vor, das vor allem auf ehrenamtliches Engagement setzt. In Rosenheim hat der Bürgertreff Miteinander einen Miniladen eröffnet, der in erster Linie von Bürgern selbst betrieben wird. Der Startschuss war im Jahr 2003 gefallen. Die Verhältnisse sind durchaus auf Erding übertragbar. Der Tante-Emma-Laden in Rosenheim deckt einen Stadtteil ab, in dem rund 4600 Menschen wohnen. Diese können aus rund 1200 Artikeln auswählen. Das Geschäft ist 60 Quadratmeter groß. Die Idee wurde 2005 mit dem Bürgerpreis des Deutschen Sparkassenverlags ausgezeichnet.

Draxler bittet Gotz, sich mit der Selbsthilfegruppe an einen Tisch zu setzen, um über ein vergleichbares Angebot im Herzen der Herzogstadt zu diskutieren. (ham)

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