+
Im Familienkreis feierte Mathias Obermeier seinen 90. Auch Bürgermeister Manfred Ranft (hinten, r.) gratulierte.

Hochlebend mit der Bayern-Hymne

Das 13. Kind feiert 90. Geburtstag

Ein richtig großes Familienfest hat Mathias Obermeier aus Wartenberg gefeiert. Der als 13. Kind seiner Eltern in Heldering bei Inning geborene Jubilar ist 90. Jahre alt geworden.

Wartenberg – Seine Eltern waren Landwirte, also war zunächst Mithilfe angesagt. Nach der Volksschule machte Obermeier eine Schneiderlehre in Lengdorf. Im April 1945, zwei Wochen vor Kriegsende, musste er noch in ein Wehrertüchtigungslager. Weit kam er dort nicht: Der Krieg ging für ihn in einem Gefangenenlager bei Heilbronn am Neckar zu Ende.

Der gelernte Schneider fand Arbeit in der Damen- und Herrenschneiderei Ostermeier in Wartenberg. „Ludwig Ostermeier war der beste Chef meines Lebens“, findet Obermeier noch heute. Aber nicht nur das verband ihn mit Wartenberg. Wie so viele lernte er beim Tanzen seine spätere Ehefrau kennen, Maria Raab.

Der Lohn eines Schneidergesellen war nicht gerade üppig, weshalb er mit seiner Frau nach Taufkirchen zog, wo bei Himolla mehr zu verdienen war. Leicht sei ihm die Entscheidung nicht gefallen, denn er war aktiv beim TSV Wartenberg als Geräteturner und hatte auch sonst viele Freunde dort.

In Taufkirchen bauten die beiden ihr erstes kleines Häuschen. Zwischendurch wurde geheiratet. Das Ehepaaar hat die Töchter Christel Stadler und Hermine Stöckl groß gezogen, die inzwischen mit Katharina, Johannes, Daniel, Theresa und Manuela eigene Kinder haben. Die Urenkel Lorenz und Jonas vergrößern die Familie, und alle zusammen ließen den Jubilar mit einem selbstgedichteten Lied nach der Melodie der Bayern-Hymne hochleben: „Du misst immer brav den Blutdruck.“ So lautete eine der Textzeilen, mit denen die versammelte Verwandtschaft auf die Stärken und kleinen Schwächen des Jubilars humoristisch einging, um dann zu schließen: „Und lass dir die Sonne scheinen von dem Himmel weiß und blau.“

Seit 1963 wohnt die Familie übrigens wieder in Wartenberg. Das Paar hatte dort zum zweiten Mal ein Haus gebaut, und Obermeier wurde aktives Mitglied im Männerchor und im Obst- und Gartenbauverein Wartenberg. Auch kehrte der Jubilar für eine ganze Weile in seinen alten Beruf zurück, und zwar bei der Firma Alwerk in Inning. Gesundheitliche Gründe zwangen ihn, 1973 bis zur Rente mit 63 Jahren eine andere Arbeit beim Sicherheitsdienst am Flughafen München anzunehmen. Obermeiers Geburtstag wurde übrigens nicht in Wartenberg, sondern im Gasthaus Rauch in Grucking gefeiert, wo Bürgermeister Manfred Ranft zu den vielen Gratulanten zählte. KLAUS KUHN

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Notfallversorgung in der Klinik Dorfen
Mehr medizinische Angebote für Dorfen und Umgebung: Das ist das Ziel des Krankenhausausschusses des Landkreises Erding.
Notfallversorgung in der Klinik Dorfen
„Alle sind hoch motivierte Kandidaten, keine Lückenfüller“
128 Stimmberechtigte waren ins Gasthaus Prostmaier gekommen, um bei der Aufstellungsversammlung der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Bockhorn den Kandidaten für die …
„Alle sind hoch motivierte Kandidaten, keine Lückenfüller“
Neue Ruftaxi-Linie nach Erding: Buch will sie, Pastetten nicht
Die Gemeinde Buch würde sich an den Kosten für eine neue Ruftaxi-Linie nach Erding beteiligen - aber nur, wenn die anderen Kommunen mitzahlen. Pastetten hat die Linie …
Neue Ruftaxi-Linie nach Erding: Buch will sie, Pastetten nicht
Münchner Flughafen eröffnet Wintermarkt - „Wirklich sehr rückständig“
Weihnachten auf dem Airport: Am Münchner Flughafen ist es bereits Mitte November festlich. Doch es gibt auch Kritiker.
Münchner Flughafen eröffnet Wintermarkt - „Wirklich sehr rückständig“

Kommentare