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Eine Familie aus dem Irak bei der Ankunft im Warteraum Asyl im November 2015.

Flüchtlingsunterkunft

Warteraum Asyl: Endgültige Schließung noch 2016?

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Erding – Der Warteraum Asyl im Erdinger Fliegerhorst geht in den Stand-By-Modus. Dies bestätigte Emily Haber, Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, bei einem Treffen der Länder mit dem Bund am Dienstag in Berlin.

Von dem berichtete Wahlkreisabgeordneter Andreas Lenz (CSU) unserer Zeitung. Die Flüchtlingszahlen seien derart drastisch und nachhaltig gesunken, dass aktuell nur der Warteraum in der Gäubodenkaserne in Feldkirchen bei Straubing benötigt werde. „Bis auf weiteres bleibt es beim Zustand der reaktivierbaren Stilllegung“, so Lenz. „Im unwahrscheinlichen Fall des plötzlichen Wiederanstiegs der Flüchtlingszahlen könnte Erding kurzfristig wieder in den Betrieb genommen werden“, so Lenz. In gleicher Weise äußerte sich Edith Avram, Sprecherin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf).

Lenz erklärte weiter, dass mittlerweile eine komplette Schließung des Erdinger Warteraums nicht mehr ausgeschlossen werde. „Wir werden die Entwicklung genau beobachten. Wenn sich bis zum Herbst nichts ändern, wovon ich ausgehe, dann benötigt der Bund diese Einrichtung nicht mehr.“ Danach müsse man unbedingt die Konversion des Fliegerhorstes wieder in den Blick nehmen.

Lenz berichtete, das Asylabkommen mit der Türkei funktioniere. Auf der Mittelmeerroute seien viel weniger Flüchtlingeunterwegs als über den Balkan. Er glaube an eine langfristige deutliche Entlastung. „Das war auch dringend erforderlich.“  

ham

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