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Ein kleines Virus als größte Herausforderung

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Von: Hans Moritz

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Ein Einsatz von vielen für die Wasserwacht im Landkreis Erding: eine Personensuche an der Isar. © Wasserwacht

 Hinter der Kreis-Wasserwacht Erding und den fünf Ortsgruppen liegt ein aus mehrerer Hinsicht anstrengendes Jahr.

Erding - 2021 war nach einhelliger Meinung geprägt von der Pandemie und Hochwasserereignissen. Aber auch innerhalb der BRK-Gliederung gab es einiges zu tun – in den Ortsgruppen und im Kreisverband standen Neuwahlen an.

„Dass uns die Pandemie wieder so ausdauernd in die Quere kommt, damit hätten wir Anfang 2021 nicht wirklich gerechnet“, bilanziert Kreisvorsitzender Alois Schießl in einer Pressemitteilung und meint damit die immer wieder über den Haufen geworfene Terminplanung. Schließlich gab es ja auch im BRK-Kreisverband erhebliche Schwierigkeiten, mit Jürgen Loher einen Nachfolger für den abgewählten Franz Hofstetter zu finden (wir berichteten).

Edgar Scholz, Robert Blattenberger und Alexander Genstorfer blicken trotz der pandemischen Lage zufrieden auf den Sommer 2021 zurück. Der Wachbetrieb an den Gewässern und den Bädern musste laut der Mitteilung immer mit den geltenden Corona-Auflagen abgeglichen werden. „Das bedeutete, die Zahl der Anwesenden auf ein Minimum zu beschränken, ständig die allgemeinen und besonderen Hygiene-Regeln sowie entsprechende Vorsichtsmaßnahmen bei der Versorgung von Patienten zu beachten“, heißt es in dem Bericht. Auch die Einsätze der Helfer vor Ort und der Schnelleinsatzgruppen sowie Sanitätsdienste hätten unter diesen erschwerten Bedingungen stattfinden müssen.

Im zu Ende gegangenen Jahr leisteten die Ehrenamtlichen ihrer Bilanz zufolge 9800 Wachstunden und 126 Erste-Hilfe--Versorgungen. Über 300 Schwimm- und Leistungsabzeichen wurden abgenommen. Sanitätsdienst und Helfer vor Ort kamen auf über 400 Stunden. Die Schnelleinsatzgruppen leisteten 353 Stunden.

Insgesamt nahm die Vorstandsarbeit nach Wasserwachtangaben 3000 Stunden in Anspruch, insgesamt zählte die Rettungsorganisation rund 20 000 ehrenamtlich geleistete Stunden. Neben der Kreiswasserwacht gibt es Ortsgruppen in Erding, Dorfen, Finsing, Langenpreising und Wörth.

Technischer Leiter Blattenberger schaut mit einem kritischen Blick auf die Pandemie und ihre Folgen: „In der Breitenausbildung und hier besonders im Bereich der Schwimmausbildung für Kinder besteht riesiger Nachholbedarf.“ 2020 und 2021 hätten aufgrund des Infektionsgeschehens zudem „nur sehr wenige Ausbildungen erfolgen können“.

Caroline Amann, neue stellvertretende Kreisvorsitzende, betont, dass man gerne viele Veranstaltungen durchgeführt hätte. Doch das sei kaum möglich gewesen. „Natürlich konnten wir angesichts dieser Ausfälle keine Einnahmen für unsere Arbeit generieren, aber maßvolles Haushalten in Verbindung mit der Unterstützung des BRK-Kreisverbandes ermöglichten es uns trotzdem, den Betrieb so gut wie möglich aufrecht zu erhalten“, erklärt Amann. Abgesagt werden mussten unter anderem die Weiher Feia und das Neujahrsschwimmen in Erding sowie so manches Fest.

So früh wie möglich sei die Jugendarbeit wieder hochgefahren worden. Während der Lockdowns habe es nur Online-Gruppenstunden gegeben, berichten die neuen Jugendleiter Claudia Brummer, Julia Wanderer und Anton Persch. Persönliche Treffen seien aber so wichtig. ham

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