+
Hoffnungsträger für die Wasserwacht sind die Jugendlichen, die für besonderen Fleiß ausgezeichnet wurden. Unser Bild zeigt (v. l.) Eva Wimmer, Anto nia Geschke, Isabelle Lindner, Fiona Levold, Lorenz Schadt, Jana Mair, Nikola Köppl, Katja Dobiasch, Niko Lindner, Nicholas Hofmann, Vicky Lindner, Vincent Langner und Quentin Raab.

Wasserwacht Erding 

Unermüdlicher Kampf gegen das Nichtschwimmertum

Gute Bilanz bei der Hauptversammlung der Wasserwacht Erding am Samstag im Hotel Henry.

Erding– Die Wasserwacht Erding steuert auf ein Jubiläum zu: 70 Jahre alt wird sie 2019. Heuer schon gibt es ein neues Einsatzfahrzeug. Das wurde in der Hauptversammlung am Samstag im Hotel Henry bekannt.

184 Aktive zählt die Wasserwacht, 448 Mitglieder sind es insgesamt. Elf Schwimmkurse für Anfänger konnten durchgeführt werden mit 107 Teilnehmern, für Erwachsene gab es zwei Kurse mit 15 Teilnehmern. 37 Interessierte nahmen einen Rettungsschwimmkurs auf sich. „Die Anfragen im Bereich Anfänger-Schwimm- und Rettungsschwimmkurs sind immens hoch. Wir können nicht alle bedienen“, bedauerte Vorsitzender Bernd Janowsky in seinem Jahresbericht. Das habe mit der Altersstruktur der Ausbilder zu tun, an der es zu arbeiten gelte. „Ich unterstütze euch in jeder Weise“, bot er in Richtung der engagierten Jugend an. „Es ist eine Grundsäule der Wasserwacht, dass sie gegen das Nichtschwimmertum ankämpft“, so Janowsky. An einigen Schulen gebe es eine Quote von 50 Prozent Nichtschwimmer. „Das ist immens hoch.“

Der „Tag des Schwimmabzeichens“ mit Unterstützung durch das Jugend-Rot-Kreuz war eine Aktion, die zu diesem Thema passte, gut ankam und nach den Worten des Vorsitzenden heuer wiederholt werden soll.

7291 Wachstunden stehen für die Wasserwacht zu Buche, 149 Erste-Hilfe-Leistungen waren nötig. „Das ist eine große Steigerung, die mit der Eröffnung am Kronthaler Weiher zu tun hat“, so der Vorsitzende. „Wir rechnen auch nicht damit, dass es weniger wird.“

Die Wasserwacht Erding ist die einzige im Kreis, die zwei Schnelle Einsatzgruppen (SEG) unterhält und auch genügend Rettungstaucher in den Einsatz bringen kann. Die Zahlen wurden vom Technischen Leiter Dominik Lippert weiter aufgeschlüsselt. Er ging auch davon aus, dass die Einsatzzahlen steigen werden. Vermisstensuchen über die Landkreisgrenzen hinaus waren zu absolvieren. 20 Alarme hatte die SEG, davon zehn Menschenrettungen. Vier Sachbergungen stehen zu Buche. Dass Leichenbergungen nicht vorkamen, nahmen alle mit Erleichterung auf.

Was die Veranstaltungen angeht, sei man „sehr fleißig“ gewesen, bilanzierte der Vorsitzende. Die Einweihung der Wachstation mit Tag der offenen Tür stach hier natürlich heraus. Die Weiher Feia habe glücklicherweise stattfinden können. „201 Helfer haben weit über 2000 Stunden dafür gearbeitet“, lobte der Vorsitzende. Am 11. August findet die Weier Feia wieder statt.

Ein Rekordergebnis vermeldete Kassierer Tim Donig, auch wenn man keinen Gewinn habe erzielen können. „Wir sind immer noch eine Hilfsorganisation“, sagte er. Der geplante Fehlbetrag habe aber halbiert werden können.

Viktoria Lindner führt mit ihrer Schwester Isabelle einen „Haufen“, auf den alle stolz sind: 80 Jugendliche von 0 bis 27 Jahren. Eine „megacoole große Zahl“ sind 6312 Stunden, die im Jugendbereich geleistet wurden. Fünf Gruppen sind es nach Lindners Bericht. „Ohne die wären wir echt abgesoffen“, kommentierte sie die Beiträge der Jugend bei der Weier Feia. Ihr Vortrag wurde immer wieder von Beifall unterbrochen. Die Wettbewerbsgruppe holte im Bezirkswettbewerb den vierten Platz.

14 Freiwillige leisten Dienst in der Unterstützungsgruppe Sanitäts-Einsatzleitung (UGSanEL) – für viele eine Doppelbelastung, wie Andreas Lindner mitteilte. Acht Einsätze stehen für diese Gruppe zu Buche, darunter sogar Brände und der Erdinger Stadttriathlon. 110 Einsatzstunden waren es, hinzu kamen Übungen und Fortbildungen sowie technischer Dienst, zusammen 479 Stunden. KLaus Kuhn

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Pumpen könnten Wörth wirksam schützen
Vor 2022 wird kein Bagger rollen, um Erding vor Hochwasser zu schützen. Dafür müsste für den Damm bei Niederwörth kein tiefes Fundament gegraben werden. Einige Ortsteile …
Pumpen könnten Wörth wirksam schützen
19-Jährige erleidet Schwächeanfall am Steuer
Eine Verkettung unglücklicher Umstände hat am Montag zu einem Unfall auf dem Parkplatz der Aldi-Filiale an der Alten Römerstraße geführt.
19-Jährige erleidet Schwächeanfall am Steuer
Giftgrüne Flüssigkeit im Rückhaltebecken
Ein Missverständnis hat am Montagabend in Dorfen zu einem Einsatz für Feuerwehr und Polizei Dorfen sowie das Wasserwirtschaftsamt München geführt.
Giftgrüne Flüssigkeit im Rückhaltebecken
Der Vorsitz bleibt in der Familie
Helmut Scherzl verabschiedet sich nach 31 Jahren als Schützenmeister bei Hubertus-Eichenried
Der Vorsitz bleibt in der Familie

Kommentare