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Der Neubauer der Wachhütte am Wörther Weiher hat die Wasserwacht im vergangenen Jahr viel beschäftigt – und wird das auch weiterhin tun. Das machte Ortsgruppenleiter Florian Siegl in der Jahreshauptversammlung deutlich. Unser Bild zeigt die Hütte beim Dreikönigsschwimmen Anfang Januar.

Wasserretter ziehen Bilanz über die Wachsaison

Wasserwacht Wörth: 2019 war kein Rekordjahr – „und das ist gut so“

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Der Neubau der Wachhütte am Wörther Weiher hat die Wasserwacht im vergangenen Jahr viel beschäftigt – und wird das auch weiterhin tun. 

Wörth– Der Neubau der Wachhütte am Wörther Weiher hat die Wasserwacht im vergangenen Jahr viel beschäftigt – und wird das auch weiterhin tun. Das machte Ortsgruppenleiter Florian Siegl in der Jahreshauptversammlung deutlich.

Präsentationen im Gemeinderat, Vermessungen, die Gründung eines Hüttenausschusses im Gremium und in der Wasserwacht, Besichtigungsfahrten zu Wasserretterstationen im Landkreis und in München – „wir haben 2019 fleißig an unserem Hüttenneubau gearbeitet“, berichtete Siegl. Inzwischen gebe es Pläne, Zeichnungen, Entwürfe, Skizzen und viele Ideen.

Neue Hütte über Jahrzehnte „zuverlässiges und funktionales Heim sein“

Mitglied Sara Lindner habe all das aufbereitet, zusammen mit dem Planungsbüro Lindner werden jetzt Raumkonzepte, Anforderungspläne, Gestaltungen und mehr erstellt. Denn die alte Hütte einfach wegreißen und eine neue bauen – ganz so einfach sei es dann doch nicht. „So ein Projekt ist umfangreich, und es gibt auch zahlreiche Behördenhürden“, stellte Siegl klar. Immerhin solle die neue Wachstation mindestens die nächsten 40 Jahre „ein zuverlässiges und funktionales Heim für uns Wasserwachtler sein“. Siegl rief in diesem Zusammenhang seine Mitstreiter auf, sich zu melden, wenn sie Ideen und Wünsche haben – das gelte auch für die Umgebung, den Steg und die Veranda.

Vor einem Jahr konnte Siegl in der Versammlung vom Hitzesommer 2018 berichten, „da hatten wir mit unglaublichen 5219 Wachstunden unseren absoluten Wachdienstrekord. 2019 hingegen war kein Rekordjahr – und das ist gut so“, sagte der Wiflinger. Nach der 50-Jahr-Feier und dem starken Sommer 2018 sei er froh, dass 2019 wieder ein „normaler“ Wachdienst geherrscht habe.

Wachdienst am Weiher, im Freibad und sogar in Dorfen

Untätig sei man dennoch nicht gewesen, betonte der Ortsgruppenleiter: „Wir haben an jedem schönen Badetag einen zuverlässigen Wachdienst an unserem Weiher gestellt, wir haben unsere Dienste im Freibad abgehalten und sogar im Freibad Dorfen ausgeholfen.“ Neben der Präsenz vor Ort würden besonders die Ausbildungseinheiten am Weiher auch bei der Bevölkerung sehr gut ankommen und zeigen, „dass wir hier einen ernsthaften und professionellen Rettungsdienst zur Verfügung stellen“.

Fleißige Ausbilder und Trainer : Florian Siegl (Vorsitzender WW Wörth, 2. v. l.) ehrte in der Jahreshauptversammlung verdiente Ehrenamtliche (v. l.) Caroline Amann (stellvertretende Vorsitzende WW Wörth, Schwimmtrainerin für die Jugend), Claudia Krippendorf (Technische Leiterin WW Wörth, Ausbilderin, Schwimmtrainerin), Barbara Schmelmer (Trainerin), Claudia Leopold (Ausbilderin) und Leonhard Brummer (Technischer Leiter WW Wörth, Ausbilder). Auch die Top 10 der Wachstunden, das Schwimmkursteam sowie die Jugend- und Gruppenleiter wurden ausgezeichnet.

Auch ohne Rekord waren es in der vorigen Saison „immer noch sensationelle 4314 eingetragene Wach- und Einsatzstunden, das ist der zweithöchste Wert für die Wasserwacht Wörth“, stellte Siegl fest. 65 Wachtage wurden registriert, in manch anderen Jahren waren es schon mal weniger als 40 Tage. Zu den Einsätzen zählten 15 dokumentierte Erste-Hilfe-Leistungen, je eine Vermisstensuche und eine Rettung aus Gefahrenlage, vier Abtransporte durch den Rettungsdienst sowie 20 „Pflaster- und Eisbeutel“-Einsätze.

Auch der Naturschutz wurde nicht vergessen

Die Wasserretter zählten sechs Naturschutzstunden, in denen sie zum Beispiel die Liegewiese von Müll befreit, den Weiher nach Unrat abgesucht oder auch den Bewuchs am Ufer zugeschnitten haben. Hinzu kommen fünf Naturschutz-Beanstandungen – etwa wenn ein Badegast eine Verschmutzung meldet oder einen toten Fisch findet, der schon stinkt. Daneben haben die Wasserretter ihren jährlichen Schwimmkurs für die Vorschulkinder aus Wörth und Hörlkofen durchgezogen. „Unsere neue Jugendgruppe ist total happy, unser Wasserwacht-Nachwuchs ist gesichert, und wir hatten zudem auch noch ein sehr starkes Ausbildungsjahr und haben bei uns am Weiher neue Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst ausgebildet“, blickte Siegl zufrieden zurück.

Die Ausbildung steht neben dem Hüttenneubau auch heuer im Vordergrund – im Januar ist bereits der neue Wasserretterlehrgang mit starker Beteiligung aus Wörth gestartet. Insgesamt resümierte Siegl, dass mehr als 4300 Stunden für die Allgemeinheit geleistet worden seien – „und das ehrenamtlich, ohne Gegenleistung“.

vam

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