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Dieser Crash vor zehn Tagen war einer von fünf im laufenden Jahr.

Einschätzung der Polizei 

Wasserwerkkreuzung kein Unfallschwerpunkt

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Auffallend häufig mussten die Rettungskräfte in den vergangenen Wochen zur Wasserwerkkreuzung in Altenerding ausrücken. Von einem neuen Unfallschwerpunkt möchte die Polizei noch nicht sprechen. Aber: Mehr Verkehr führt allgemein zu mehr brenzligen Situationen.

Altenerding – Besonders schlimm war es vor gut zwei Wochen: Binnen fünf Stunden wurden an der Kreuzung von Bahnhof- und Münchener Straße zwei Unfälle gemeldet. In beiden Fällen waren Autofahrer stadteinwärts in Richtung Therme abgebogen – und hatten den Gegenverkehr missachtet. Bodo Urban, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Erding, ist diese Häufung nicht entgangen. Von einem neuen Gefahrenschwerpunkt wie etwa an der Weißbräukreuzung will der Erste Polizeihauptkommissar noch nicht sprechen. Er hat die Zahlen: 2015 waren es fünf Unfälle, 2016 sechs, heuer bislang fünf. Bei acht Kollisionen wurden laut Urban neun Beteiligte verletzt – „allerdings keiner schwer“. Dass es der Knoten in sich hat, gibt Urban zu. „Es ist einfach eine viel befahrene Stelle, gefährlich ist sie an sich nicht.“

Einen Grünpfeil für Linksabbieger gibt es laut Urban nur morgens. „Der Verkehr stadteinwärts hat in der Früh wegen der vielen Schulen mit mehreren 1000 Kindern und Jugendlichen in dem Bereich Vorrang.“ Zahlreiche Schulbusse müssten zum Wasserwerk abbiegen. Ansonsten würden Linksabbieger Richtung Therme von einem gelben Blinklicht sogar vor Gegenverkehr gewarnt. Der Grünpfeil stadtauswärts in die Bahnhofstraße sei morgens und mittags aus den gleichen Gründen deaktiviert.

Eine Besserung ist allenfalls mittelfristig in Sicht. „Von der Stadt haben wir die Aussage, dass die Kreuzung 2020 erneuert werden soll, und damit auch die Ampel“, berichtet Urban. Er sieht ein ganz grundsätzliches Problem. „Der Verkehr nimmt seit Jahren zu. Viele Straßen haben die Kapazitätsgrenze erreicht. Wo die Lücken immer kleiner werden, kracht es auch häufiger.“ 

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