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Große Gesellschaft an einem großen Tag für die Erdinger Wasserwacht. Die feierliche Einweihung der neuen Rettungsstation am Kronthaler Weiher am Samstag ließen sich auch viele Promis nicht entgehen. Die Hauptreden hielten Vorsitzender Bernd Janowsky und OB Max Gotz (Bild oben/M.)

Weihe der neuen Wasserwacht-Station am Kronthaler Weiher

„Motivationsschub für Ehrenamtliche“

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Vier Millionen Euro hat die Stadt Erding in ihr neues Erholungsgebiet am Kronthaler Weiher investiert. Am Samstag wurde mit der Weihe der neuen Wasserwacht-Rettungsstation das XXL-Projekt offiziell beendet. Ein Problem bleibt: Gäste, die sich nicht an die Regeln halten.

Erding - Den Praxistest hat die neue Station der Wasserwacht Erding am Nordost-Ufer des Kronthaler Weihers bereits bestanden. Beim Festakt am Samstag berichtete Bernd Janowsky, neuer Vorsitzender der Ortsgruppe Erding, dass seit der Saisoneröffnung am 15. Mai bereits über 3800 ehrenamtliche Wachstunden geleistet worden seien. 85 Badegästen sei seither geholfen worden – vom Wespenstich bis zur Schnittwunde im Fuß. Elf Mal hätten Erholungssuchende mit dem Rettungswagen ins Klinikum eingeliefert werden müssen. „Zum Glück ist aber noch nichts Schlimmes passiert“, so Janowsky, der auch an die ebenfalls gut ausgegangene Vermisstensuche nach zwei Buben erinnerte. Selbst während der Bauphase, in der das Erholungsgebiet gesperrt war, sei man aktiv gewesen. „Voriges Jahr waren es sieben Lebensrettungen“, so Janowsky.

Die neue Wache sei nicht nur ein großer Motivationsschub für die rund 80 Ehrenamtlichen, von denen bei gutem Wetter bis zu 25 gleichzeitig Dienst machten. „Das Areal ist einfach deutlich größer geworden. Damit gibt es auch für uns mehr zu tun.“

Überdies werde der Neubau für das Vereinsleben genutzt. „Die Gruppenstunden für unsere jungen Wasserwachtler wurden allesamt vom BRK-Haus hierher verlegt.“

Janowsky ging aber auch auf die Schattenseiten des Wachstums ein – auf zugeparkte Rettungswege, verbotene Lagerfeuer und Vandalismus. „Wir haben nichts gegen Partys, aber es kann nicht sein, dass wir dann überall gefährliche Scherben aufsammeln müssen.

Auch OB Max Gotz griff diesen Punkt auf und zeigte sich überzeugt, „dass wir das in den Griff bekommen werden“. Das Ordnungsamt habe er personell aufgestockt. Es werde in Zukunft verstärkt Kontrollen geben.

Gotz zeigte sich erfreut, dass das neue Erholungsgebiet so gut angenommen werde. „Die Leute stimmen mit den Füßen ab.“ Er lobte die „fleißigen Arbeitnehmer und erfolgreichen Betriebe“, die mit ihren Steuern dafür sorgten, „dass wir in Erding nicht nur die Pflichtaufgaben machen, sondern auch für Lebensqualität sorgen können“.

Der Wasserwacht dankte er für ihr ehrenamtliches Engagement. „Die Badegäste finden hier eine hoch qualifizierte Anlaufstelle vor.“ Die Stadt könne nur die Infrastruktur bereitstellen, „belebt wird sie von den Menschen“.

Stellvertretender Landrat Jakob Schwimmer sprach von einer „Bereicherung für den ganzen Landkreis. BRK-Vorsitzender Franz Hofstetter bedankte sich für die Investition. Die neue Rettungsstation sei ein „guter und wichtiger Beitrag zur Förderung des Ehrenamts“.

Die Weihe nahm Pater Peter vom Pauliner-Orden in Heilig Blut vor. Dazu spielte die Stadtkapelle Erding.

Am Nachmittag nutzten Ehrengäste und Besucher die Gelegenheit, die neue Rettungsstation beim Tag der offenen Tür kennen zu lernen.

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