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Schwere Suche: Die Betriebe haben immer größere Probleme, Ausbildungsplätze zu besetzen. 

Industrie- und Handelskammer 

Weniger Lehrlinge im Landkreis

Schon seit einigen Jahren tun sich die Unternehmen immer schwerer, ausreichend qualifizierten Nachwuchs zu finden. Das Problem, Lehrlinge einzustellen, verschärft sich.

Erding – Im vergangenen Jahr schlossen die Mitgliedsbetriebe der Industrie- und Handelskammer im Kreis Erding 327 Lehrverträge ab, 0,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Diese Zahl hat Otto Heinz, IHK-Vizepräsident für München und Oberbayern sowie Vorsitzender des Regionalausschusses Erding-Freising vorgelegt. Damit folgt der Landkreis dem oberbay-ernweiten Trend: Im Regierungsbezirk ist die Zahl der Neuverträge laut Heinz um 0,6 Prozent zurückgegangen.

„Für die Betriebe in der Region bleibt die Sicherung des Fachkräftenachwuchses schwierig. Die Suche nach geeigneten Bewerbern läuft praktisch das ganze Jahr über. Kreative Ideen, um Jugendliche für die Berufsausbildung zu begeistern, sind wichtiger denn je“, erklärt Heinz.

Im vergangenen Jahr wurden der Agentur für Arbeit aus dem Landkreis insgesamt über 760 freie Lehrstellen in allen Ausbildungsbereichen gemeldet – darunter auch in Handwerk und freien Berufen. 84 davon sind nach Beginn des Lehrjahres im September 2016 unbesetzt geblieben, nur elf Bewerber konnten nicht versorgt werden.

„Vor allem kleine und mittlere Unternehmen werben intensiv um jeden Schulabgänger und investieren so viel wie noch nie in die Ausbildung. Aufgrund der guten Konjunktur und des Fachkräftemangels bieten sie reichlich Lehrstellen an, erhalten aber zu wenige Bewerber“, so der Moosburger Unternehmer weiter. Hauptgründe dafür seien rückläufige Schulabgängerzahlen in Mittel- und Realschulen sowie der Trend zu weiterführenden Schulen und zum Studium. Heinz empfiehlt den Unternehmen, gemeinsam mit ihren Azubis an der IHK-Aktion „AzubiScouts“ teilzunehmen. Für ihn steht fest: „Die Wirtschaft braucht jeden Azubi.“ Aktuell gibt es 212 IHK-Ausbildungsbetriebe, für die 60 Prozent aller Lehrlings-Verträge stehen.


red

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