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Bebauung im großen Stil erfolgt entlang der B 388 im Osten Erdings. Die Erschließungsstraße ist gelb markiert.

Neubaugebiet an der B 388 

Wieder Streit um Straßennamen

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Erding – Der Streit im Stadtrat um die Straßennamen im geplanten Neubaugebiet Poststadl an der B 388 ist wieder aufgebrochen. Ein Konsens zeichnet sich aber ab.

Ursprünglich sollte das weitläufige Areal südlich der Taufkirchener Kreuzung mit Geschosswohnungsbau in großem Stil durch zwei Straßen erschlossen werden. Der Stadtrat einigte sich auf die Straße Am Poststadl und auf Max-Kraus-Straße in Erinnerung an den früheren Erdinger Bürgermeister.

Doch dann kam – wieder einmal – alles ganz anders. Im Mai beschloss der Bauausschuss eine Änderung des Bebauungsplans. Die Folge: Es ist nur noch eine Erschließungsstraße erforderlich – und damit auch nur ein Straßennamen. Vor diese Herausforderung stellte Zweiter Bürgermeister Ludwig Kirmair (CSU) die Mitglieder des Strukturausschusses. Vor allem die CSU plädierte für den Namen Max Kraus. Das Baugebiet grenze nun einmal an das Viertel mit den Straßen, die nach Bürgermeistern benannt sind. Andere Fraktionen erklärten: Die Erinnerung an den Poststadl sei nur hier möglich. Falls der Name jetzt nicht zum Zuge komme, sei er für immer verloren. Denn der Poststadl befand sich nun einmal an der Stelle, an der in Kürze die Baumaschinen auffahren werden.

Die CSU hingegen sorgte sich, dass auf diese Weise Kraus nicht mehr die Ehre erwiesen werden könne. Baulich ist das Viertel in der Tat ausgereizt.

Als Diplomat trat schließlich Hans Balbach (Erding Jetzt) auf. Er sprach sich für den Poststadl aus, wies aber darauf hin, dass in den kommenden Jahren das südlich angrenzende Gebiet Haager Straße Ost bebaut werde. „Da wird sich sicherlich die Chance bieten, eine Straße nach Max Kraus zu benennen.“ Diesen Vorschlag fand auch die CSU gut. Thomas Bauer (CSU) erklärte, eine Doppellösung sie die beste. Nur ein Straßenname für ein so großes Gebiet sei zu wenig und könne verwirren. Das letzte Wort hat der Stadtrat.  ham

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