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So könnte es einmal am Mühlgraben ausschauen: Wo heute noch geparkt wird, entstehen Wohnungen, ein Gebäudekomplex mit Tiefgarage und Supermarkt.

Stadtrat

Wohnen und Einkaufen statt Parken

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Erding – Wie könnten der Großparkplatz am Mühlgraben und der Bereich rund ums Franz-Xaver-Stahl-Museum an der Landshuter Straße einmal ausschauen? Diese Frage wollte die Stadt Erding beantwortet haben.

Acht Architekten wurden angeschrieben, sich an diesem städtebaulichen Ideenwettbewerb zu beteiligen. Nun steht der Gewinner fest: Es sind die Emlinger Architekten Walbrunn und Lex-Kerfers. Sie können sich an Stelle des Großparkplatzes unter anderem Wohngebäude und einen Supermarkt mit Tiefgarage vorstellen.

Der Stadtrat hatte am Dienstagabend schon zweieinhalb Stunden getagt, als Stadtbaumeister Sebastian Henrich unter Bekanntgaben kurz über die Entscheidung des Preisgerichts informierte. Er zeigte sich begeistert vom Entwurf der Emlinger Architekten, deren Handschrift in Erding schon an mehreren Stellen zu sehen ist. So hat Karlheinz Walbrunn bespielsweise den Kindergarten Langengeisling und den Erweiterungsbau des Museums Erding entworfen. Die Landschaftsarchitekten Lex-Kerfers sind für zahlreiche Grünordnungsplanungen zuständig gewesen.

Henrich sagte, das Preisgericht – sechs Fachleute, fünf Stadträte und OB Max Gotz – habe den Siegerentwurf so eindeutig empfunden, dass es keinen zweiten, dafür aber zwei dritte Plätze vergeben habe. Im Norden des Mühlgraben-Areals können sich Walbrunn/Lex-Kerfers Wohnbebauung vorstellen, südlich davon auf einer Tiefgarage einen Gebäudekomplex, der unter anderem einen Supermarkt (Größe zwischen 800 und 1200 Quadratmeter) enthält. Wichtig waren Henrich auch die Wegebeziehungen zwischen dem Mühlgraben-Areal, dem Stahl-Museum und dem geplanten Bahnhof am Fliegerhorst.

Sollten die Ideen von Walbrunn und Lex-Kerfers einmal umgesetzt werden, stellt sich die Frage, was mit den derzeit rund 300 öffentlichen Parkplätzen am Mühlgraben geschieht. Sie stehen größtenteils auf Privatgrund, den die Stadt durch zwei Erbpachtverträge nutzt. Das Stahl-Museum samt Grundstück ist dagegen im Eigentum der Stadt. „Eine wesentliche Aufwertung der Parkplätze an der Lebzelterstraße muss vorher vollendet sein“, sagte Stadtsprecher Günther Pech dazu. Dort, auf dem Gelände des alten Bauhofs, ist seit Jahren immer wieder mal ein mehrstöckiges Parkdeck im Gespräch.

Alle Architektenarbeiten des Ideenwettbewerbs sind vom 24. August bis 12. September im Frauenkircherl zu sehen.

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