Wohnungsmarkt: Hilferuf an die Stadt

Brandbrief der Feuerwehr

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In Erding und Umgebung bezahlbaren Wohnraum zu finden, wird immer schwieriger. Das Problem erfasst nun Feuerwehren.

Erding – Der angespannte Wohnungsmarkt wird nun auch für die Feuerwehren ein Problem. Denn junge Aktive finden kaum noch Apartments, die ein zeitnahes Ausrücken ermöglichen. Darauf weisen die Kommandanten der Erdinger Feuerwehr, Manfred Kordick und Fabian Steiger, in einem Brandbrief hin.

„Die Freiwilligen werden immer öfter benötigt, die Einsatzbereitschaft soll stets aufrecht erhalten werden – und das bei einer geforderten Hilfsfrist von zehn Minuten“, sagt Kordick. „Das bedeutet, dass die Helfer schnell am Feuerwehrhaus sein müssen. Das ist in Anbetracht der immer größer werdenden Wohnungsknappheit ein äußerst schwierigeres Unterfangen“, sekundiert Steiger.

Die Feuerwehr habe das schon zu spüren bekommen: „Bereits vier Mitglieder mussten 2017 aufgrund fehlenden bezahlbaren Wohnraums die Segel streichen und die aktive Mitgliedschaft quasi beenden. Sie waren gezwungen, ins Umland zu ziehen, da sie dort finanzierbaren Wohnraum finden konnten“, schildert Kordick.

Neun Mitglieder, die seit 2015 ins Einsatzgebiet gezogen und derzeit etwa in Liegenschaften der Bundeswehr untergebracht sind, fänden seit langem kein Quartier.

Weitere drei Aktive werden bis Mitte 2018 Erding verlassen, um nach Eichenried und Reichenkirchen zu ziehen – weil sie erst dort bezahlbaren Baugrund gefunden haben.

Das von der Stadt geplante Einheimischenmodell im Thermengarten (Altenerding) sei von der Erdinger Wache an der Lebzelterstraße zu weit entfernt. An den Stadtrat appelliert die Wehr, sie bei der Lösung dieses Problems schnell zu unterstützen. Bekanntlich gibt es den Vorschlag der Feuerwehr, eine Art Wohnheim für junge Aktive zu realisieren.

Rubriklistenbild: © Feuerwehr Erding

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