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15 Euro musste dieser Radfahrer bezahlen – er war im Rahmen der konzertierten Kontrolle in der Erdinger Fußgängerzone erwischt worden.

Grosskontrolle in Erding 

Zahl der Fahrradunfälle steigt

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Erding – Bei mehr als jedem zweiten Radfahrer hat die Polizei etwas zu beanstanden. Das ist das Ergebnis einer Großkontrolle am Mittwoch in Erding. Steigende Unfallzahlen und mehr Verkehr sind der Grund, warum die Beamten genauer hinsehen.

Obwohl es immer wieder regnete und recht kalt war, kontrollierten die Polizisten am Mittwoch von 17 bis 22.30 Uhr insgesamt 113 Radfahrer. Positioniert hatten sich die Streifen an der Langen Zeile, auf dem Schrannenplatz, am Gehweg entlang des Fehlbachs sowie in der Dunkelheit vor dem Amtsgericht.

Inspektionsleiter Anton Altmann berichtet, „dass 48 Radler ohne Beanstandungen mit vorbildlichem Verhalten und perfekt ausgestatteten Rädern weitergeschickt werden konnten“.

43 Radfahrer mussten wegen Kleinigkeiten mündlich verwarnt werden. 22 weitere wurden, so Altmann „wegen Ausrüstungs- und Verhaltensverstößen zur Kasse gebeten“. Einige erwischten die Beamten ohne Licht, andere beim Fahren auf Gehwegen und in der Fußgängerzone.

Zwei Verkehrsteilnehmer versuchten laut Altmann zu fliehen, konnten jedoch festgehalten werden. Kurios: Bei einem der Flüchtigen handelt es sich um einen vermisst gemeldeten Schüler aus dem Kreis Ebersberg.

Dass ein wachsames Auge auf die Sicherheit der Räder und das Verhalten ihrer Fahrer Sinn macht, zeigt ein Blick in die Unfallstatistik: Im ersten Halbjahr 2015 nahm die Erdinger Polizei 42 Unfälle mit Radlern auf. Heuer waren es im gleichen Zeitraum 52. Dabei wurden nach Angaben Altmanns neun Personen schwer und 42 leicht verletzt. In Dorfen nahm die Unfallzahl von zehn auf elf nur marginal zu. Zwei Beteiligte wurden leicht, neun schwer verletzte, berichtet Karlheinz Lauffer, Verkehrssachbearbeiter der Dorfener Inspektion, auf Anfrage. Im gesamten Landkreis waren drei verunglückte Radfahrer betrunken.

Diesen Umstand nimmt Lauffer angesichts des heute beginnenden Volksfests zum Anlass, vor Sorglosigkeit zu warnen: „Wer betrunken mit dem Fahrrad unterwegs ist, riskiert seinen Führerschein.“ Denn wer grobe Ausfallerscheinungen zeigt, oder gar einen Unfall verursacht, könne von den Behörden als unzuverlässig eingestuft werden, ein Fahrzeug zu führen. „Das wissen viele nicht“, sagt Lauffer. Altmann gibt ihm Recht: „Wer meint, er könne mit dem Rad fahren, um nicht nüchtern bleiben zu müssen, der riskiert viel.“

Von Hans Moritz

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