Industrie- und Handelskammer

Zahl neuer Azubis sinkt zum vierten Mal in Folge

Die IHK für München und Oberbayern verzeichnete für den Raum Erding ein Minus von 3,4 Prozent bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Vergleich zum Vorjahr.

Erding – Allmählich wird die Lage für die Wirtschaft im Landkreis Erding bedrohlich: Bereits zu vierten Mal mussten Industrie, Handel und Dienstleistungen im Kreis Erding einen Rückgang bei den neuen Ausbildungsverträgen hinnehmen. Das berichtet Otto Heinz, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des Regionalausschusses Erding-Freising.

Die IHK für München und Oberbayern verzeichnete 2017 für den Raum Erding insgesamt 316 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge, ein Minus von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wie aus den Zahlen der Arbeitsagentur hervorgeht, blieben zudem über 120 Lehrstellen mangels Bewerber unbesetzt – fast die Hälfte mehr als 2016.

„Die Betriebe im Landkreis kämpfen weiterhin um jeden einzelnen Azubi. Um sie für die duale Ausbildung zu begeistern, müssen wir gemeinsam mit Eltern und Schulen weiterhin viel Überzeugungsarbeit bei den jungen Leuten leisten“, fordert Heinz. Das betreffe nicht nur Schüler, Eltern und Lehrer, sondern auch die Bildungspolitik.

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen im Landkreis die Einzelhandelskaufleute vor den Kaufleuten für Spedition und Logistikdienstleistungen sowie den Verkäufern. Sowohl bei Mädchen als auch bei Buben liegen die Einzelhandelskaufleute an der Spitze. „Insgesamt wurden in 209 Ausbildungsbetrieben Neuverträge in 48 Berufen abgeschlossen“, sagt IHK-Sprecher Aaron Gottardi.

Um wieder mehr junge Leute von einer Lehre zu überzeugen, startet am Montag, 26. Februar, die „Woche der Ausbildung“, in der sich Firmen als künftige Arbeitgeber präsentieren. Zudem verweist Heinz auf die Kampagne „Elternstolz“ mit dem bayerischen Wirtschaftsministerium, die vor allem Väter und Mütter anspricht. ham

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