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Die kleinsten Sportler durften um 12 Uhr als erste des Tages zum Rennen starten.

15. Stadtlauf Erding

Zehn Kilometer zwischen Sprint und Dauerlauf

Erding - Rund 1000 Sportler verwandeltem am Sonntag die Erdinger Innenstadt in eine Rennstrecke.

„Gebt uns ein kurzes Lächeln, wenn ihr vorbeikommt, und strahlt mit der Sonne um die Wette!“, fordert der Sport 1-Moderator Hartwig Thöne von den Läufern, die beim 15. Stadtlauf in Erding ihre Runden drehen. Schon um 12 Uhr Mittag startete das Spektakel rund um den Stadtkern.

Bei den Jüngsten laufen schon fast 150 Bambini mit, insgesamt sind es doppelt so viele Kinder. „Das sind mehr als geplant. Im vorigen Jahr waren es 30 weniger“, berichtet Jürgen Syré vom Veranstalter Trisport Erding. Vor dem Lauf gibt Thöne sowohl den Kleinen als auch ihren Eltern noch Hinweise für den Lauf. Ganz wichtig: Während des Laufs sollen keine Selfies gemacht werden, um Stürze zu vermeiden. Kräftiges Anfeuern hingegen ist erlaubt – und erwünscht.

Vor jedem Lauf wird die Zeit runtergezählt, von zehn Sekunden bis zum Start. Dann stürmen sie los, die kleinen Flitzer, immer dem Stadtwerke-Fahrzeug hinterher, das die Richtung weist. „Es ist nicht wichtig, Erster, Zweiter, Dritter oder vielleicht auch Zehnter zu sein. Wichtig ist mit einem Lächeln anzukommen“, erklärt der Moderator den jungen Läufern.

Um 13.30 Uhr endet das Spektakel für alle Kinder mit der Siegerehrung. Beste Schule bei 1,3 und 2,0 Kilometern war das Korbinian-Aigner Gymnasium Erding. Unter den Siegern in den fünf Altersklassen sind auch welche aus dem Landkreis. Bei den Bambini gewinnt der siebenjährige Simon Lanzinger vom TSV Erding Radsport. Mark Bittner von Trisport siegt beim 1,3 Kilometer-Lauf und Luis Glück aus Neufinsing hat auf zwei Kilometer die Nase vorn.

Stadtlauf in Erding: Bilder

Wird’s ein Fotofinish?

Um 14.30 Uhr wird’s dann auch für die Erwachsenen ernst. Fast 400 Athleten starten zum Stadtwerke-Lauf über zehn Kilometer. Die erste Runde beendet eine Gruppe von Männern bereits nach 6:30 Minuten. Weit vorne mit dabei ist da auch der spätere Sieger des Stadtlaufs: Steffen Burkert von den Stadtwerken München. Beim Zieleinlauf nehmen ihn die Cheerleader der Dynamic Cheer Athletics mit einer La-Ola-Welle in Empfang. Auch das restliche Publikum klatscht, johlt und macht mit Ratschen ordentlich Lärm, um den Sportler auf den letzten Metern zu unterstützen.

Freudestrahlend stürmt Burkert nach 33:47,8 Minuten über die Ziellinie, nachdem er seinen Konkurrenten Alexander Kerber abgehängt hat. Über die ganze Strecke hinweg liefen die beiden gleichauf – Thöne wettete gar auf ein Fotofinish. Doch der Münchner Burkert kann an dem Augsburger vorbeiziehen – und das Ziel knapp 20 Sekunden früher erreichen, wo auch schon der traditionelle Humpen Erdinger Alkoholfrei auf ihn wartet. Ob er mit seiner Zeit zufrieden ist? Eigentlich ist er sonst schneller, gesteht der 24-Jährige. „Aber es war für mich nur ein Trainingslauf für den Halbmarathon in München in zwei Wochen. Ich bin erschöpft, aber sonst geht’s mir gut“, erzählt Burkert, der zum ersten Mal in Erding gestartet ist.

Gewinner des 15. Stadtlaufs Erding ist Steffen Burkert aus München.

Die schnellste Frau ist Anita Weber vom FTSV Straubing mit 39:01,6 Minuten. Sie ist zum dritten Mal dabei und findet: „Es hätte besser sein können. Die Hitze hat es sehr anstrengend gemacht. Ich bin außerdem zu schnell gestartet, habe mir dann aber zum Ende hin noch ein bisschen Zeit gelassen. Man muss nicht immer Vollgas geben.“ Die Triathletin hat mit Abstand – gut vier Minuten – zur zweitschnellsten Frau gewonnen, Silvia Frankiw vom TSV Jahn Freising. Deswegen konnte sie es zum Ende hin ruhiger angehen lassen.

Die Hitze spüren an diesem fast schon sommerlichen Herbsttag alle Sportler. Einige laufen deswegen langsamer, so dass von der ersten Gruppe nicht alle innerhalb einer Stunde das Ziel erreichen. Als beim zweiten Start um 15.30 Uhr die nächsten nochmals rund 300 Läufer an den Start gehen, sind deshalb die Schlusslichter noch auf der Strecke.

Rund 100 Helfer im Einsatz

In allen Läufen vertreten ist das Team vom Gesundheitsstudio TrePila Erding, das mit 13 Läufern teilnimmt, darunter sowohl Mitarbeiter als auch Kunden. „Wir haben einfach eine Liste ausgelegt, wer in unserem Team mitlaufen will. Da konnte sich jeder eintragen“, erklärt Geschäftsführerin Cathleen Bohusch.

Schnellste Frau des Tages: Anita Weber aus Straubing.

Beim Zwei-Kilometer- Sparkassen-Lauf erreicht Luis Gauss den elften Platz. Die Erwachsenen gehen in zwei Sechser-Gruppen ins Rennen. Die ersten Sechs starten um 14.30 Uhr, die zweiten eine Stunde später. Und während die eine Gruppe läuft, ist die andere für die Unterstützung zuständig. Jan Matthiesen hat sich kein Ziel gesetzt. „Ich laufe auf Puls, und bei der Hitze ist es angenehmer, bei 150 oder 160 zu laufen. In 50 Minuten sollte ich aber das Ziel erreichen“, erzählt er vor dem Start – und bleibt am Ende mit 46:41 Minuten noch unter seinem gesteckten Ziel.

Damit die Sportler einen reibungslosen Lauftag genießen können, sind gut 100 Helfer bei der Startnummernvergabe, am Informationsstand, beim Obstschneiden und beim Getränkeverteilen im Zielbereich auf den Beinen.

Franziska Huber

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