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CSU zufrieden: Ringschluss im Koalitionsvertrag

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Der neue Hoffnungsträger der CSU: Horst Seehofer auf dem Sonderparteitag. Foto: dpa
Der neue Hoffnungsträger der CSU: Horst Seehofer auf dem Sonderparteitag © dpa

Erding/München - Die Chancen, dass der S-Bahn-Ringschluss und die Regionalbahnanbindung via Walpertskirchener Spange realisiert werden, sind am Samstag gestiegen.

Der auf dem CSU-Sonderparteitag am Samstag abgestimmte Koalitionsvertrag mit der FDP sieht beide Projekte ausdrücklich vor. Da in dem Paket aber auch die dritte Startbahn enthalten ist, stimmten die Delegationen aus Erding und Freising gegen das Papier.

„Das war vorher zunächst intern und dann mit der Parteiführung so abgesprochen“, berichtet Bundestagsabgeordneter Max Lehmer. Landrat und CSU-Kreisvorsitzender Martin Bayerstorfer zeigte sich erfreut, dass die „für den Landkreis und die Region so wichtigen Schieneninfrastrukturprojekte mit aufgenommen wurden“. Damit sei auf Landesebene die Kontinuität der Planung gesichert. Mit der FDP habe man einen weiteren Unterstützer.

Im Koalitionsvertrag findet sich auch ein Passus zur A 94 durchs Isental. CSU und FDP verständigten sich darauf, zunächst das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig abzuwarten. Wird der Beschwerde der A 94-Gegner gegen das Revisionsverbot stattgegeben, soll der Weiterbau auf der Isentaltrasse ausgesetzt werden. „Auch das können wir nur begrüßen“, so Bayerstorfer.

Was Ringschluss und Walpertskirchener Spange betrifft, wollen Lehmer und Bayerstorfer am Ball bleiben. „Sobald feststeht, wer Wirtschaftsminister wird, werden wir uns einen Termin geben lassen“, kündigte der Kreischef an. Lehmer fügt hinzu, „dass wir ein Problem weiter angehen müssen, nämlich die noch ausstehende Finanzierungszusage des Bundes“. Da CSU und FDP im Bundestag vertreten seien und auch dort eine Koalition anstreben, ist Lehmer optimistisch.

Bayerstorfer berichtet vom Sonderparteitag, „das Signal vom Neuanfang ist angekommen“. Erwin Huber und Günther Beckstein hätten zum Abschied zu recht viel Applaus bekommen. „Das waren sehr ehrliche Reden, die Einblick ins Seelenleben gegeben haben.“ Der Landrat ist überzeugt, dass der Neubeginn unter Seehofer als Parteichef und Ministerpräsident gelingen werde. „Die über 90 Prozent, die Seehofer bekommen hat, sind ein sehr gutes Ergebnis“, ist Bayerstorfer überzeugt. Heute soll der Ingolstädter im Maximilianeum zum Ministerpräsident gewählt werden. (ham)

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