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Größer geworden ist der Grünen-Kreisvorstand (hinten, v. l.): Florian Geiger, Stephan Glaubitz, Doris Kraeker, Johannes Sachteleben und Sprecherin Helga Stieglmeier; (vorne, v. l.) Maria Feckl, Melanie Falzetta und Sprecher Christoph Sticha.

Zuwachs bei den Grünen

Grüne auch im Landkreis im Aufwind

Die Landkreis-Grünen sehen sich gleich in mehrerer Hinsicht in der Erfolgsspur. In der Jahreshauptversammlung am Montagabend in Erding feierten sie nicht nur satte Zugewinne bei den vergangenen Wahlen (Bundestag und Landtag), sondern auch einen Mitglieder-Zuwachs im Landkreis von 20 Prozent auf aktuell 129

VON KLAUS KUHN

Erding – Kreissprecher Christoph Sticha wollte in diesem Zusammenhang das erfolgreiche Volksbegehren zur Artenvielfalt auch nicht auslassen. Hier habe die Partei zusammen mit anderen „grandios siegen“ können, sagte er – und orakelte: „Spätestens Ende des Jahres werden wir ein neues Naturschutzgesetz mit mehr Artenschutz haben“

Die steigenden Mitgliederzahlen im Landkreis stellen den Vorstand vor Herausforderungen. Sprecherin Helga Stieglmeier stellte zum Beispiel die Frage: „Wie können wir die neuen Mitglieder einbinden?“ Diese würden schließlich auch ihre eigenen Themen mitbringen. Und diese gelte es, in die Parteiarbeit einfließen zu lassen.

Mit der steigenden Mitgliederzahl gehe auch die Gründung weiterer Ortsverbände im Landkreis einher, so Stieglmeier. Sie rechnet bei den Kommunalwahlen im März 2020 mit deutlich mehr grünen Mandatsträgern sowohl auf Gemeinde- als auch auf Kreisebene.

In ihrer Vorstellungsrede, als es um ihre Wiederwahl als Kreissprecherin ging, betonte Stieglmeier: „Zunächst geht es um die Europawahl. Wir brauchen die EU und die EU braucht uns“, sagte sie. Gewählt wird am 26. Mai. Vor allem brauche es eine positive Grundstimmung gegenüber Europa. Diese vermisse sie bei anderen Parteien.

Christoph Sticha, der ebenfalls einstimmig als Kreissprecher bestätigt wurde, legte seinen Schwerpunkt auf die Landes- und Bundespolitik. „Die Bundesregierung ist hauptsächlich von Stillstand und Überforderung geprägt“, kritisierte er.

Auch die juristische Auseinandersetzung zwischen Grünen-Kreisrat Stephan Glaubitz und dem Landratsamt war Thema. Die Grünen interpretieren den Ausgang als großartigen Sieg. Sticha dazu: „Wir brauchen keinen Landrat, der sich hinter seinen Juristen versteckt, wenn es um politische Diskussionen geht.“ Glaubitz selbst, eingehend auf die große öffentliche Diskussion, meinte zwar, dass der Landrat sich selbst das Loch gegraben habe, bemühte sich aber sehr um Sachlichkeit bei diesem Thema. Maria Feckl machte sich Sorgen um das politische Klima. Es dürfe keine Verunsicherung entstehen, sagte sie. Es komme auch weiterhin darauf an, den Mund aufzumachen.

Schatzmeister Florian Geiger sprach von einem guten Kassenstand und rief dazu auf: „Gebt das Geld aus! Stellt Plakate auf! Wir wollen für unsere Ziele werben!“ Kassenprüfer Stefan Gentschew stellte fest, dass die Mitglieder überdurchschnittlich bereit seien, finanzielle Beiträge zu leisten.

Die steigenden Mitgliederzahlen schlagen auf die Zusammensetzung des Vorstandes durch. So wurden erstmals fünf Beisitzer gewählt. Das sind Melanie Falzetta, Doris Kraeker, Stephan Glaubitz, Johannes Sachteleben und Maria Feckl. Mit diesen Wahlen haben die Grünen auch das Ziel, junge Mitglieder zu integrieren, umgesetzt, denn zwei Beisitzer sind neu in der Partei. Gentschew wurde als Kassenprüfer wiedergewählt.

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