Zweckverband Geowärme 

Kaputte Pumpe schmälert Gewinn

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Dem Zweckverband (ZV) Geowärme ist es zum Ende des vergangenen Jahres so ergangen wie einer Familie, der plötzlich ein Küchengerät kaputt geht. Der Ersatz reißt ein tiefes Loch in die an sich gut gefüllte Familienkasse. Beim ZV war es kein Küchengerät, sondern eine Förderpumpe in der Bohrung Ardeoquelle Erding 1 an der Therme.

Erding – Normalerweise fördert sie bis zu 48 Liter warmes Thermalwasser pro Sekunde aus der Erde. Am 21. November gab sie aber ihren Geist auf. Ob sie zu reparieren ist, vermochte ZV-Geschäftsführer Alois Gabauer am Montag im Verbandsausschuss noch nicht zu sagen. Die Förderpumpe wird derzeit von der Herstellerfirma überprüft. Erschwerend kam hinzu, dass in der etwa dreiwöchigen Zeit des Stillstands der ZV kein Thermalwasser an die Therme abgeben konnte.

Das belastet den Gewinn. Mit etwas über einer Million Euro – 2015 waren es 1,13 Millionen Euro – hatte Gabauer gerechnet. Beim Jahresabschluss waren es dann „nur“ noch 926 000 Euro. Der Geschäftsführer versicherte jedoch, „dass 2016 ein sehr erfolgreiches Jahr war und wir gut aufgestellt sind“.

Und Erdings Oberbürgermeister Max Gotz, der in der Sitzung den ZV-Vorsitz turnusmäßig nach drei Jahren an Landrat Martin Bayerstorfer abgab, erklärte, dass diese Delle alles andere als besorgniserregend sei. „Als ich 1996 in dieses Gremium gekommen bin, konnten wir von einem Gewinn nur träumen.“ Die Bilanzsumme bezifferte er mit 26,84 Millionen Euro.

2017 ist nach den Worten Gabauers wie geplant und damit erfolgreich angelaufen. Die Umsatzerlöse fürs erste Quartal gab er mit 927 900 Euro an, den Gewinn mit 357 000 Euro. „Derzeit spricht alles dafür, dass wir den kalkulierten Jahresgewinn von 1,01 Millionen erzielen werden.“

Auch Gotz sprach von einem „gesunden Unternehmen“. 2016 habe man 1,8 Millionen Euro an Abschreibungen erwirtschaftet. Die Eigenkapitalquote von 25 Prozent sei sehr gut. Und durch die Tilgung von Krediten in Höhe von zirka drei Millionen Euro habe man die Zinslast erheblich gedrückt. Für heuer rechne er mit deutlich höheren Pachteinnahmen.

Den alle drei Jahre stattfindenden Wechsel im Vorsitz nutzte Gabauer zu einer Rückschau. 2014 habe man das 25-jährige Bestehen des ZV gefeiert. Im gleichen Jahr sei die Grundsatzentscheidung gefallen, das Heizwerk Erding 1 an der Therme um einen Thermalwasserspeicher sowie ein Blockheizkraftwerk zu erweitern.

2016 habe man sich darauf verständigt, das neue Gewerbegebiet an der Sigwolfstraße/Dachauer Straße an die Geofernwärmeversorgung anzuschließen. Das Netz ist mittlerweile 31 Kilometer lang, 68,3 Megawatt Leistung sind unter Vertrag. Gabauer erinnerte an eine Studie, derzufolge die Geowärme „einen erheblichen Beitrag zur Luftverbesserung in Erding leistet“. 

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