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Verkohltes Gerippe: Unter dem Dach des Sechsspänners in der Parksiedlung brach das Feuer aus.

Zwei Verletzte Buben und 150 000 Euro Schaden

Drei Häuser nach Brand unbewohnbar

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Der größte Brand in der Stadt Erding seit zehn Jahren hat drei Familien vorübergehend obdachlos gemacht. Die Kripo ermittelt die Ursache. Der Schaden beträgt 150 000 Euro aufwärts.

Am Tag nach dem verheerenden Feuer sind das durchlöcherte Dach und die verkohlten Balken mit einer grünen Plane abgedeckt. Die Feuerwehrautos sind abgerückt, die Schaulustigen haben sich zurückgezogen. Dafür steht vor dem Sechsspänner an der Fünfkirchner Straße ein grüner VW Bus der Kripo Erding. Im Haus sind zwei Brandfahnder in weißen Schutzanzügen. Sie suchen nach der Brandursache.

Peter Grießer, Sprecher des Polizeipräsidiums Ingolstadt, erklärt, dass es eher nicht an einem technischen Defekt gelegen habe. „Deswegen können wir fahrlässige Brandstiftung nicht ausschließen.“ Das Gerücht, unterm Dach sei am Mittwochnachmittag geraucht worden, wird weder bestätigt noch dementiert.

Die Schadenshöhe taxiert die Kripo „mit mindestens 150 000 Euro“, so Grießer. Diese Zahl ist abstrakt. Viel greifbarer ist: Drei der sechs Reihenhäuser sind vorerst unbewohnbar. Zwei können eventuell diese Woche wieder bezogen werden. Ein Viertes wurde beschädigt. Überall stinkt es nach Rauch. Das Dach muss komplett erneuert werden. Klar ist auch: Insgesamt elf Menschen sind vorübergehend obdachlos. Eine Familie, berichten Nachbarn, habe in einem Hotel übernachtet. Die vierköpfige Familie, in deren Haus das Feuer ausgebrochen ist, ist bei der Mutter untergekommen, die gegenüber lebt.

Am Ende eines über fünfstündigen Einsatzes, an dem mehr als 100 Feuerwehrleute und Rettungskräfte beteiligt waren, stehen zwei Leichtverletzte. Ein 16- und ein 17-Jähriger haben in dem am schlimmsten getroffenen Gebäudeteil giftigen Qualm eingeatmet. Ins Klinikum mussten sie nicht.

In einem sind sich alle in der Siedlung einig: Die Feuerwehr hat noch Schlimmers verhindert.

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