Zweite Stammstrecke 

S 2-Pendler müssen umsteigen

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 Erding – Die zweite S-Bahn-Stammstrecke in München, deren Bau offenbar kurz bevorsteht, wird Auswirkungen auf die Linie S 2 Erding – Dachau/Altomünster haben.

Das am Dienstag bekannt gewordene Betriebskonzept sieht zwar einen 15-Minuten-Takt (bisher 20 Minuten) vor. Allerdings ändert sich unter anderem für die S 2 die Streckenführung. Denn diese Züge sollen durch die zweite Röhre fahren. Das heißt, ein Erdinger, der zum Marienplatz oder zum Stachus will, steigt am Leuchtenbergring in eine S-Bahn, die durch die bestehende Röhre fährt. Die innerstädtischen Haltepunkte im neuen Tunnel werden Haupt- und Ostbahnhof sowie Marienhof sein.

Zu der Einigung über die Kostenverteilung – von bis zu vier Milliarden Euro ist die Rede – zwischen Bund und Land gestern in der Staatskanzlei, äußerte sich auch die Erdinger CSU-Stimmkreisabgeordnete und Umweltministerin Ulrike Scharf. Sie begrüßte nicht nur den Konsens über die Kostenteilung. „Aus Erdinger Sicht ist noch wichtiger, dass die zweite Stammstrecke keine anderen Nahverkehrsprojekte gefährdet, die über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz abgewickelt werden“, so die Ministerin zu unserer Zeitung. Das heißt: „Der S-Bahn-Ringschluss steht nach wie vor.“

Auf der anderen Seite glaubt Scharf aber auch nicht, dass die Einigung über die zweite Röhre die östliche S-Bahn-Anbindung des Flughafens beflügelt. „Der Ringschluss ist wegen der Mitfinanzierung durch die Flughafen München GmbH gesondert zu betrachten.“

Erding wird ihrer Meinung nach von der zweiten Stammstrecke profitieren, „weil ein oft verstopftes Nadelöhr beträchtlich aufgeweitet wird“. Hake es derzeit in der Stadt, brauche man in Erding gar nicht erst einzusteigen.

Als Umweltministerin heißt sie den Ausbau der S-Bahn in München auch deswegen gut, „weil das ein Beitrag zur Luftreinhaltung ist“.

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