Auf dem Areal der Tagwerk-Genossenschaft sollen rund 2018 rund 50 neue Wohnungen entstehen

Kritik vom Bauträger

Erding verschärft Wohnungsnot in Dorfen

Dorfen - Der Dorfener Wohnungsmarkt ist „so leer gefegt wie noch nie“, klagt Immobilienunternehmer Robert Decker. Der Dorfener macht dafür „den zunehmenden Siedlungsdruck aus Erding ins Umland“ verantwortlich.

Es sind in Dorfen Geschosswohnungsbauprojekte am entstehen, aber bis sich der Wohnungsmarkt wieder entspannt, dauert es noch. Bauträger Decker will weiter für Entspannung auf dem lokalen Wohnungsmarkt sorgen. Neben einem laufenden Projekt, bei dem in der Zinniengasse in Dorfen 85 Wohneinheiten entstehen, plant Decker in Bahnhofsnähe 2018 auf dem Areal der Tagwerk-Genossenschaft etwa 50 Wohneinheiten. Dann wird die Erzeuger- und Verbrauchergenossenschaft dort ausziehen und siedelt aus logistischen Gründen an einen neuen Standort bei München (wir berichteten).

Im Dezember hat Decker das Tagwerk-Areal samt Gebäude gekauft, bestätigt der Bauträger auf Nachfrage der Heimatzeitung. Der Eigentümer, die Münchner Gregor-Louisoder-Stiftung, „ist auf mich zugekommen“. Um das Wohnbauvorhaben zu realisieren, müssen zunächst die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Decker hat dazu eine Änderung des Bebauungsplanes „Orlfing“ beantragt. Der Bauausschuss des Dorfener Stadtrates hat sich damit befasst. Bisher ist das Tagwerk-Areal ein reines Gewerbegebiet, erklärte Bauamtsleiter Franz Wandinger. Jetzt soll es ein Mischgebiet werden. Das bestehende Tagwerk-Gebäude samt Hotel bleibt erhalten und soll östlich verlängert werden. „Stand jetzt bleibt das Hotel“, bestätigt Decker. Ein neues Gebäude mit 40 bis 50 Wohneinheiten und einer Tiefgarage soll südlich parallel des Bestandes errichtet werden.

In seinem Änderungsantrag hat der Investor mit zwei Vollgeschossen geplant. Der Bauausschuss begrüßte aber den Vorschlag von Dorette Sprengel (GAL) im Sinne der gewünschten Innenraumverdichtung zu prüfen, ob auch drei Vollgeschosse möglich seien. Weil das im Umfeld verträglich sei wurde dies mit 9:2 Stimmen beschlossen und das Änderungsverfahren eingeleitet. Als sehr positiv wurde bewertet, dass Decker signalisiert habe, auch „günstige“ Wohnungen anzubieten. Wandinger sagte, man sei in Verhandlungen mit dem Antragsteller, um „ein gewisses Kontingent“ mit Belegungsrecht durch die Stadt zu bekommen.

Decker sagte unserer Zeitung, wenn die Stadt es wolle sei „grundsätzlich auch Sozialwohnungsbau“ möglich. Die Wohnungsvergabe könnte nach einem Punktesystem im Einheimischenmodell erfolgen. Unstimmigkeiten gab es lediglich zur Anzahl der Stellplätze. Mit 7:4 Stimmen wurde der Vorschlag von Martin Heilmeier (LDW) beschlossen, das 1,5 Stellplätze statt zwei pro Wohnung, plus Einem je sechs Wohneinheiten ausreichen.

Hermann Weingartner

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