Zur reinen Prestigesache ist das Derby zwischen dem TSV Erding und dem ESC Dorfen geworden. Obwohl beide Teams für die Playoffs qualifiziert sind, wollen sie die Partie morgen unbedingt gewinnen, um zu zeigen, wer die Nummer eins im Landkreis ist. Wie umkämpft die Duelle sind, haben die Mannschaften schon im letzten Aufeinandertreffen gezeigt. F: prä

Erdinger Elan gegen Dorfener Dynamik

Erding - War für ein Abschluss: Am Sonntag (17.30 Uhr) stehen sich am letzten Bayernliga-Punktspieltag die Erding Gladiators und der ESC Dorfen in der Erdinger Eissporthalle gegenüber.

Erding – Im Landkreis scheint nun endgültig das Derbyfieber ausgebrochen zu sein. Am Donnerstagabend hat der TSV einen Sonder-Vorverkauf durchgeführt, dabei sind bereits knapp 900 Karten verkauft worden. Gute Aussichten also, dass die Marke des Vorjahres von 1500 Zuschauern übertroffen wird. Und das in einem Spiel, in dem es eigentlich um nichts mehr geht, denn beide Teams sind bereits in die Playoff-Runde eingezogen.

Davon wollen jedoch beide Trainer nichts wissen. „Bei Erding gegen Dorfen geht’s immer auch ums Prestige“, sagt TSV-Coach Rudi Sternkopf. „Da geht keiner locker rein, denn diese Partie ist eine Frage der Ehre.“ So sieht es auch sein Dorfener Kollege Jan Smolko: „Da ist einfach eine Rivalität da, und da geht es darum, dass du dich nicht vor deinen Fans blamierst.“ Im Hinspiel verließen beide Mannschaften hoch erhobenen Hauptes das Feld. Der ESC war zwar die bessere Mannschaft, der TSV aber gewann 3:2 nach Penaltyschießen.

Dorfen kommt mit der Empfehlung von zuletzt fünf Siegen in Serie. Coach Smolko kann sein derzeit bestes Team aufs Eis bringen. Anders die Erdinger: Felix Schneider wird laut Sternkopf „zu 99 Prozent nicht spielen“, außerdem bangt er um den Einsatz der angeschlagenen Stefan Peipe und Daniel Krzizok. „Beide haben trotz Schmerzen trainiert. Ich hoffe, dass sie auf die Zähne beißen und im Derby dabei sind“, sagt der Banden-Chef.

Interessant ist auch, auf welchem Platz beide Mannschaften nach der Partie stehen, denn davon hängen die Gegner in der Zwischenrunde ab. Der Verlierer muss nach der derzeitigen Lage der Dinge wohl in die ungeliebte „Franken-Gruppe“ mit Schweinfurt, Höchstadt und Selb. Diese wäre weitaus weniger attraktiv wie Peißenberg, Buchloe, Waldkraiburg oder Memmingen. Aber „auf Platzierung spielen“, davon halten die Trainer nichts. „Solche Spekulationen haben mit dem Derby überhaupt nichts zu tun“, weiß Sternkopf und fordert „einen Sieg und ein gutes Spiel meiner Mannschaft“. Ein „gutes Spiel, mit dem Eishockey-Sport als Gewinner, und keine verletzten oder gesperrten Spieler“, wünscht sich Smolko: „Das Motto muss Fair-Play heißen, auf dem Eis und auf der Tribüne.“

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