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Stolzer Preisträger in Las Vegas: Johannes Rothenaicher.

Johannes Rothenaicher

Komponist räumt in Las Vegas ab

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Erding - Von der Herzogstadt über die Glamour-Metropole in die Sin City: Erst vor wenigen Monaten durfte der Erdinger Komponist und Musiker Johannes Rothenaicher im französischen Cannes einen Preis entgegennehmen. Er hatte die Musik für einen Imagefilm mit dem Titel „Paper City“ komponiert.

Der Streifen der US-amerikanischen Regisseurin Megan Oepen wurde bei den Corporate Media & TV Awards mit dem Silbernen Delfin in der Kategorie „Gesamtfilm Human Resources“ ausgezeichnet (wir berichteten).

Damals war Rothenaicher als Komponist zwar bei der großen Gala dabei. Prämiert wurde aber nicht die Musik an sich, sondern der Film als Ganzes. In der Kategorie Filmmusik war der 29-Jährige damals leer ausgegangen. Nun stand er wieder auf dem Roten Teppich - diesmal in Las Vegas im US-amerikanischen Bundesstaat Nevada. Und diesmal bekam Rothen-aicher einen Preis ganz allein für seine Filmmusik. Er ist damit einer der Gewinner des New York Festivals, die bei einer Gala in der Sin City Las Vegas ausgezeichnet wurden.

Rothenaicher konnte in der Kategorie „Original Music“ überzeugen. Das heißt, es wurde nicht bereits bestehende Musik ausgezeichnet, die man passend zum Film ausgewählt hat. Prämiert hat die Jury stattdessen Originalmusik, die eigens für den Film neu komponiert wurde.

„Es gibt nicht so viele richtige Filmmusikpreise, die man als Komponist gewinnen kann. Deshalb ist es wahnsinnig toll, dass ich ausgezeichnet wurde“, sagt Rothenaicher voller Stolz. „Soweit ich weiß, wurden unter einigen hundert Einsendungen nur zwei Preise vergeben“ - Rothenaicher hat Silber für seine freundliche, ein bisschen kindliche und verträumte Komposition bekommen.

In insgesamt vier Kategorien war der Film „Paper City“ nominiert. Neben der Filmmusik wurde auch das Sound Design prämiert. „Es war ein absolut tolles Gefühl, auf die Bühne geholt zu werden“, erzählt Rothenaicher. Mit ihm holte sich auch der Sound Designer seinen Preis ab - „und ich war froh, dass ich keine Rede halten musste“, sagt Rothenaicher lachend. Das hat der Kollege übernommen, dem die Dankesrede auf Englisch als waschechter Amerikaner sichtlich leicht gefallen sei.

Überhaupt war die Gala „sehr amerikanisch“, sagt Rothenaicher. „Es wurde mehr geredet und weniger gegessen. Die Amerikaner an sich sind ja immer sehr beschäftigt. Die Veranstaltung wurde also nicht zu sehr in die Länge gezogen.“

Vroni Macht

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